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Frische Fische vom Bauernhof

Ulrike Amann kam auf ein Schwätzchen mit Josef Stadler vorbei.
Ulrike Amann kam auf ein Schwätzchen mit Josef Stadler vorbei. ©Edith Rhomberg
 Josef Stadler betreibt in Mäder eine ganzheitliche Fischzucht – auch für den Wochenmarkt.
Stadlerhof

 

Dornbirn. An seinem Marktstand am Anfang der Eisengasse präsentiert Josef Stadler ein klares Sortiment. Es gibt Fisch, aber nicht irgendeinen. Der Wels wächst und gedeiht, wenn man so will, auf seinem eigenen Hof in Mäder. Der Stadlerhof ist kein Bauernhof, wie er das früher einmal war. Josef, der Zweitjüngste von insgesamt sechs Geschwistern, übernahm den Hof von seinen Eltern. Sie hatten ihn als Aussiedlerhof gebaut und sind seinerzeit vom Dorfzentrum Mäder an die Alte Landstraße 26 übersiedelt. Das war Ende der 1960er-Jahre bis Anfang der 1970er-Jahre. Das Wohnhaus, in dem Josef 1972 geboren wurde, ist mittlerweile verwaist. Die komplette Sanierung steht an und soll demnächst sein neues Projekt werden. Aus Rücksicht auf die betagte Mutter nahm er zu ihren Lebzeiten keinen Umbau vor, er wusste etwas Besseres. „Der Josef hat immer schon super Ideen gehabt“, bestätigt Ulrike Amann vom ehemaligen Kurhaus Adler in Koblach an Stadlers Stand in Dornbirn. „Eine gute Bekannte von früher“, fügt sie an. Für ein Schwätzchen auf dem Markt nehmen sich die beiden gern Zeit.

Ein fertiges Haus wurde geliefert

Stadler beteiligte sich also an der Projektstudie einer Niederösterreichischen Firma, die ihm im Jahr 2006 ein fertiges, mit Kupfer verkleidetes Haus lieferte. Er ließ es neben dem Hof aufstellen und zog dort ein. „Von da an war ich für mich und trotzdem daheim“, beschreibt er die komfortable Situation. Visionen sollen keine Hirngespinste bleiben, lautet seine Devise. Der 48-Jährige setzt bewusst auf mehrere Standbeine. So komme bestimmt nie Langeweile auf, sagt er und lacht. Was von einem klassischen Bauernhof übrig ist, ist die Mastrinderhaltung. Das gibt gleichzeitig den Dünger für die hofeigenen Felder. Angebaut wird Urdinkel für den Martinshof und ein doch eher seltenes Produkt, die Wurzeln für Chicorée. Sie sind für einen Schweizer Gemüsebauer bestimmt.

Fischzucht von der Pike auf gelernt

Und dann sind da die Fische. 2014 hat er damit angefangen. „Das war Neuland für mich, und ich musste es von der Pike auf lernen“, gibt er zu. Drei Jahre Ausbildung waren dafür nötig, bis er den Abschluss für den Betrieb einer Kreislaufanlage, so heißt die ganzheitliche Fischzucht, in der Tasche hatte. 2019 sind dann die Milchkühe im Zuge eines „kontrollierten Ausstiegs“ vom Hof gegangen. Die gutmütige Hündin Luna ist geblieben. Sie begrüßt die Besucher schwanzwedelnd und weist niemanden vom Hof.

Abnehmer für frische Filets vom Wels ist die Gastronomie, die auch die heiß geräucherte Variante gern auf die Speisekarte setzt. Auf den direkten Kontakt mit den Konsumenten möchte der Bauer dennoch nicht verzichten: „Auf dem Markt erfahre ich, was die Kunden wollen. Dort kann ich Fragen beantworten und auch Tipps geben“. Immer samstags auf dem Markt in Dornbirn hilft er nicht nur, eine Antwort auf die Frage „Was koche ich heute?“ zu geben. Er bereitet auch Brötchen mit frisch gebratenem Welsfilet zu. Und schließlich empfiehlt er, seinen Fisch nicht nur geräuchert, gebraten, gegrillt oder gedünstet zu probieren, sondern mit der faschierten Variante Sugo für Spaghetti sowie traditionelle Gerichte zuzubereiten. „Die Bindung entsteht von selbst, ohne Zugabe von Mehl“, gibt er einen Ratschlag mit auf dem Heimweg.

 

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