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Friedenssehnsucht verstärkt den Zusammenhalt

Stadtpfarrer Pater Guido Kobiec, Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche luden zum ökumenischen Friedensgebet nach Budenz.
Stadtpfarrer Pater Guido Kobiec, Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche luden zum ökumenischen Friedensgebet nach Budenz. ©Gerhard Scopoli
Katholische Messfeiern mit Friedensgebet in der Franziskanerkirche Bludenz - Ökumenisches Friedensgebet der Evangelischen und Katholischen Kirchen unlängst am Kirchplatz Heilig-Kreuz
Friedensgebet in Bludenz

Bludenz (sco) Während der Fastenzeit laden die Franziskaner und die Kolpingfamilie Bludenz jeden Sonntag um 8 Uhr und jeden Donnerstag um 19 Uhr in die Bludenzer Franziskanerkirche ein, um bei der Messfeier für die Ukraine und den Weltfrieden zu beten. „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes genannt werden.“ Mit dieser Stelle aus dem Matthäus-Evangelium luden die Pfarrgemeinden der evangelischen und katholischen Kirche in Bludenz unlängst zu einem ökumenischen Friedensgebet auf dem Kirchplatz Heilig Kreuz.

Ergriffen hörten die Anwesenden die Wünsche der Gemeindemitglieder und den Bericht von Schwester Tatjana, die in einem Kloster im südöstlichen Teil der Ukraine wirkt. Der Einladung zum großen Friedensgebet folgten auch Generalvikar Hubert Lenz sowie Menschen aus Bludenz und Umgebung, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Christoph Thoma, Bürgermeister Simon Tschann, die Stadträtinnen Martina Brandstetter und Andrea Mallitsch sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden aus den Pfarren Herz Mariae und Heilig Kreuz, Gertrud Burtscher und Christine Vonblon.

Starkes Signal im Städtle

An dem Abend habe man “ein starkes Zeichen gesetzt; die Verbundenheit hier bei uns in Bludenz beginnt und wird natürlich noch Gestalt annehmen”, freut sich Pater Guido Kobiec. Positiv wertet der Stadtpfarrer, der die Pläne für das Friedensgebet gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche geschmiedet hatte, “dass wir überkonfessionell zusammenrücken”. Mit den Spenden der Teilnehmenden am Friedensgebet werden dier Schwestern, denen Tatjana angehört, unterstützt. So können die Dienerinnen Gottes den Flüchtenden, die bei ihnen anklopfen, weiterhin helfen.

“Beten und Handeln, das gehört für mich zusammen. Wir vertrauen auf Gottes guten Geist, der die Menschen miteinander verbindet und vielleicht doch ein Wunder bewirken kann”, schöpft Pfarrerin Assel Kraft und Zuversicht aus dem Glauben. Sie erinnert sich gerne an die vielen Friedensgebete in der DDR. “Letztlich ist die Mauer gefallen. Das hätte niemand für möglich gehalten. Es war für uns ein Wunder, dass das passiert ist, ohne Blutvergießen”, gibt Assel zu bedenken. Die vielen Friedensdemonstrationen weltweit sieht die aus Deutschland stammende “Hirtin” als großes Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit.

Große Sorge um Mitmenschen

Bei einer Messfeier mit den Firmlingen in der Heilig-Kreuzkirche, die ebenfalls in letzter Zeit stattfand, meinte Kaplan Bitsche: “Wir sind miteinander verbunden. Das Schicksal der anderen lässt uns nicht kalt. Wir sind in Sorge um das, was anderen Menschen passiert. Genau in dieser Verbundenheit – miteinander und mit den Menschen in der ganzen Welt – sind wir hier versammelt zum Gebet. Das hat eine Bedeutung und eine Wirkung.” Im Petersdom in Rom weihte Papst Franziskus am vergangenen Freitagabend die Ukraine und Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens.

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