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Frankreich gegen Schweiz nur 0:0

Die französische Fußball-Nationalmannschaft ist am Dienstag trotz einer ansprechenden Leistung in ihrem WM-Auftaktspiel gegen die Schweiz nicht über ein torloses Remis hinausgekommen.  

Der Weltmeister von 1998 hatte die Partie gegen den kleinen Nachbarn vor 52.000 Zuschauern in Stuttgart über weite Strecken kontrolliert.

Schon in der WM-Qualifikation für Deutschland 2006 hatten sich die Franzosen gegen die Schweizer mit zwei Remis (0:0 und 1:1) begnügen müssen. Erster Leader in Gruppe G ist damit Südkorea nach einem 2:1-Erfolg gegen Togo.

Schweizer reif für Sensation?

“Allez les Bleus” – “Hopp Schwyz”! Beim vorweggenommenen Finale um den Sieg in der Gruppe G gegen die selbstbewussten Eidgenossen will Frankreich mit aller Macht einen Fehlstart in die WM vermeiden.

Die Kicker rund um Zinedine Zidane wollen sich nicht wie 2002 gleich zum Auftakt ein blaues Auge holen. „Dieses Schlüsselspiel wird zeigen, wo wir stehen und wohin unser Weg führt. Die Schweiz hat eine sehr gute Mannschaft und wird ein gefährlicher Gegner sein“, erklärte Frankreichs Teamchef Raymond Domenech vor der Partie am Dienstag (18:00 Uhr) in Stuttgart.

Vier Jahre nach dem desaströsen Vorrunden-Aus mit nur einem Punkt und null Toren muss die „Equipe Tricolore“ Farbe bekennen, um dem höchsten Anspruch ihres Coaches („Ich habe die Mission, Weltmeister zu werden“) gerecht zu werden. Der Respekt vor dem Gegner ist nach zwei Unentschieden gegen die Schweizer in der mühsamen WM-Qualifikation (0:0/1:1) groß, zumal es im Angriff des Weltmeisters von 1998 noch nicht rund läuft.

In der Vorbereitung testete Domenech gleich drei verschiedene Sturm-Duos und musste zudem das bittere WM-Aus von Djibril Cisse verkraften. Der Stürmer brach sich im letzten Test gegen China Schien- und Wadenbein. „Wir müssen stürmen wie die Brasilianer“, forderte David Trezeguet, der neben dem gesetzten Thierry Henry für Tore sorgen soll. Aber auch Louis Saha (Manchester United) rechnet sich eine Chance auf den vakanten Platz im Sturm aus.

Einen krönenden Abschluss seiner glanzvollen Karriere strebt Frankreichs Fußball-Ikone Zinedine Zidane an. Ob der dreifache Weltfußballer noch das Zeug dazu hat, der Grande Nation nach den Pleiten bei der WM 2002 und der EM 2004 zu einer Renaissance zu verhelfen, wird angesichts seiner nachlassenden Physis jedoch bezweifelt.

Claude Makelele stärkt seinem Kapitän den Rücken. „Wir brauchen ’Zizou’, er ist für uns unverzichtbar“, meinte der 33-jährige defensive Mittelfeldspieler (Chelsea), für den die Schweiz die erste große Hürde auf dem Weg zum erträumten Titel ist. „Wenn wir mit einem Sieg ins Turnier einsteigen, können wir ins Laufen kommen“, erklärte Makelele. Stürmerstar Henry (Arsenal), der die Quali-Duelle mit den Schweizern verletzungsbedingt versäumt hatte, gab sich selbstbewusst: „Die Schweiz hat in den letzten fünf Spielen nicht gegen uns gewonnen. Warum sollte sie es jetzt tun?“

Köbi Kuhn hat darauf eine einfache Antwort. „Die Serie könnte zu Ende gehen, denn wir haben eine junge Truppe, die wild darauf ist, einen Großen zu schlagen. Vielleicht sind die Franzosen einfach mal reif“, meinte der Schweizer Trainer am Montag. Nachdem sich Abwehrspieler Valon Behrami und Stürmer Marco Streller fit gemeldet haben, kann Kuhn beim ersten WM-Auftritt der Eidgenossen seit zwölf Jahren aus dem Vollen schöpfen. „Das wird eine Riesensache für uns. Wir wissen, dass wir gegen Frankreich Punkte holen können“, erklärte Kapitän Johann Vogel.

Vor allem Streller brennt auf einen Einsatz in der Wahl-Heimat. Der in der deutschen Bundesliga-Rückrunde vom VfB Stuttgart zum 1. FC Köln verliehene Angreifer will den Verantwortlichen der Schwaben beweisen, „dass sie keine Wurst eingekauft haben“. Die Franzosen kommen dem 24-Jährigen da gerade recht. „Wir wollen gewinnen“, verkündete er selbstbewusst, schränkte dann aber ein: „Es ist das einzige Vorrundenspiel, in dem wir auch mit einem Unentschieden zufrieden wären.“

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