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François Leleux spielt mit dem Symphonieorchester Vorarlberg

Das Symphonieorchester Vorarlberg spielt am 16. Jänner in Feldkirch und am 17. Jänner in Bregenz Werke von Brahms, Hummel und Bizet.
Das Symphonieorchester Vorarlberg spielt am 16. Jänner in Feldkirch und am 17. Jänner in Bregenz Werke von Brahms, Hummel und Bizet. ©Thomas Schrott
Der französische Ausnahmekünstler François Leleux hat beim dritten Abokonzert am 16. Jänner im Montforthaus und am 17. Jänner im Festspielhaus Bregenz eine Doppelfunktion inne: Er ist Dirigent und Solist zugleich.

Die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern hat das Symphonieorchester Vorarlberg weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Für das erste Konzert im neuen Jahr hat das Orchester François Leleux engagiert. Er unterrichtet Oboe in München, hat eine eigene Radioshow in Paris und ist bei vielen großen Festivals zu Gast: Nicht nur mit seinem Instrument, sondern immer öfter auch als Dirigent.

Bei den Konzerten am 16. Jänner 2016 im Montforthaus in Feldkirch und am 17. Jänner 2016 im Festspielhaus Bregenz präsentiert sich der Franzose in der Personalunion Dirigent-Solist. „Er kann durch diese beiden Funktionen seine musikalische Vorstellung auf besondere Art und Weise umsetzen“, freut sich Thomas Heißbauer, der Geschäftsführer des Orchesters.

Klassische Abendmusik
Eröffnet wird das Konzert mit der Serenade Nr. 1 von Johannes Brahms – einem Werk, das das Orchester schon seit Längerem plant, in ein Programm aufzunehmen. Die D-Dur Serenade wurde zunächst als Nonett für Streicher und Bläser konzipiert und in dieser Form bereits 1859 von Joseph Joachim in Hamburg öffentlich präsentiert. Die verschollene Urfassung überarbeitete der Komponist um die Jahreswende 1859/60 gründlich und orchestrierte sie neu.

Hätte der selbstkritische Komponist den vorübergehend bevorzugten Titel „Symphonie-Serenade“ kurz vor der Uraufführung im März 1860 in Hannover nicht wieder gestrichen, wäre dies seine erste Symphonie geworden. Das Werk ist von romantischem Gefühl durchwoben doch schwebt über allem – wie übrigens über dem ganzen Programm dieser Konzerte – der Zauber der „Wiener Klassik“.

Erfrischende Melodik
Einer der erfolgreichsten Pianisten, Dirigenten und Komponisten an der Schwelle zur Romantik – Johann Nepomuk Hummel – komponierte das Oboenkonzert, für das François Leleux den Taktstock gegen sein Instrument tauscht. Das 1824 während seiner Zeit als Weimarer Kapellmeister komponierte Stück geht auf ein 1822 geschriebenes Klavierwerk für vier Hände zurück. Es stellt die musikalischen Charakterzüge der Oboe in den Mittelpunkt.

Leleux wird von vielen als bester Oboist seiner Generation bezeichnet. Er konzertiert regelmäßig mit den renommiertesten Orchestern in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt. Sein Repertoire reicht von Barock bis zu eigens für ihn komponierten, zeitgenössischen Stücken. Seine erzmusikantische Gestaltungskraft erinnert an Legenden wie Sándor Végh.

Instrumentationskünstler
Den Abschluss finden seine Konzerte mit Pariser Charme: Zur Aufführung kommt die fröhliche Jugend-Symphonie von Georges Bizet. Die Symphonie in C-Dur zeigt den jungen Komponisten bereits als Instrumentationskünstler in voller Blüte. Im Prinzip ganz klassisch konzipiert, verblüfft das Stück immer wieder mit unerwarteten, aparten Farbmischungen.

Sein symphonisches Meisterwerk, die „Symphonie en ut majeur“ geriet nach ihrer Fertigstellung in den Besitz eines Freundes, den Komponisten Reynaldo Hahn. Eben dieser erkannte ihre Bedeutung nicht und hinterließ sie dem Pariser Konservatorium, wo sie 1932 entdeckt wurde. Der österreichische Dirigent Felix von Weingartner brachte das Werk im Februar 1935 – 60 Jahre nach dem Tod des „Carmen“-Meisters – in Basel zur Uraufführung.

 

Fact-Box:

 

Konzert 3
Samstag, 16. Jänner 2016, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 17. Jänner 2016, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

 

François Leleux | Oboe, Dirigent

Johannes Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
Johann Nepomuk Hummel: Introduktion, Thema und Variationen für Oboe und Orchester op. 102
Georges Bizet: Symphonie Nr. 1 C-Dur

Karten: Freier Kartenverkauf bei Bregenz Tourismus (0043/5574/4080), Feldkirch Tourismus (0043/5522/73467), in allen Vorverkaufsstellen von v-ticket (www.v-ticket.at) und allen Filialen der Volksbank Vorarlberg sowie online unter www.sov.at
Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Ö1 Clubmitglieder.

 

 

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