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Für das Wohl der Alpen

Schoppernau - Roman Greber aus Schoppernau durfte gestern den Alppreis der Wiesenmeisterschaft entgegen­nehmen.

Stolz hat Roman Greber aus Schoppernau gestern Nachmittag im Montfortsaal des Landhauses den Alppreis der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft entgegengenommen. Laut Jury, die während des Sommers hierzulande fleißig Wiesen und Alpen besichtigt und beurteilt hat, ist „die idyllisch gelegene Alpe Hinterüntschen eine vorbildlich bewirtschaftete Sennalpe in extremer Steillage“. Die weniger intensiv genutzten Weideflächen würden außerdem eine große Artenvielfalt zeigen.

„Alpenmanager“

Was hat nun aber Greber mit der auf 1460 bis 1950 Metern Seehöhe gelegenen Schoppernauer Alpe zu tun? „Ich manage und koordiniere alle Arbeiten, die auf derAlpe anfallen“, erklärt der 46-Jährige. So zählt die Einteilung der Tiere, die im Sommer auf die Alpe kommen, zum Aufgabengebiet von Greber. Rund 60 Kühe von neun Bauernhöfen grasen auf derAlpe. Auch für die Personaleinteilung ist der Schoppernauer verantwortlich: Er plant, wer wann fürdas Düngen, die Jaucheausbringung und das Zäunen zuständig ist und beispielsweise auch, dass genügend Stroh und Heu auf derAlpe zugegen ist. Vor einem Jahr hat Greber die Tätigkeit des „Alpenmanagers“ übernommen. Zwei weitere hat er noch vor sich – das Aufgabengebiet wird gewöhnlich alle drei Jahre in andere Hände gereicht. Die Lorbeeren für den Alppreis habe aber eigentlich ein ganz anderer verdient: Küher Roman Kohler nämlich. Er sei es schließlich, der sich während der Saison mit seiner Frau und seinen vier Kindern tatkräftig um das Gedeihen derAlpe und dessen Vieh kümmert. Melken, Unkraut jäten, Wege machen und vieles mehr stehen seit nunmehr sechs Jahren auf der Agenda des Hirten. „Die gute Verteilung vom Dünger ist das Um und Auf“, verrät Kohler das Geheimnis der vorbildlich bewirtschafteten, insgesamt 182 Hektar fassenden Sennalpe Hinterüntschen, von denen 71 Hektar als Weidefläche genutzt werden.

Natur und Landwirtschaft

Aber zurück zu Greber: Seine Liebe für die Natur spiegelt sich nicht nur in seinem Engagement für die Alpe wider. Der gelernte Tischler ist auch als Landwirt tätig. Acht Milchkühe und Jungvieh nennt er sein Eigen. „Natur und Landwirtschaft sind meine Leidenschaft“, sagt er. Diese Faktoren gehen aber ohnehin Hand in Hand: „Mit meinem Beruf muss man die Natur einfach lieben“, ergänzt er. „Denn Freizeit ist ein sehr teures Gut“, fügt er hinzu. Hat der Schoppernauer doch etwas Zeit für sich, verbringt er sie am liebsten im Winter beim Skifahren.

Zur Person

Roman Greber
„Alppreis“-Träger bei der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft 2011
Geboren: 25. März 1965
Beruf: Tischler und Landwirt (Nebenerwerb)
Wohnort: Schoppernau
Familienstand: ledig
Interessen: Landwirtschaft, Natur

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