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Angeblich ausgestorbene Schildkröten-Art gab es nie

Die weitverbreitete Klappbrustschildkröte Pelusios castaneus bekam durch einen Fehler einen "ausgestorbenen Doppelgänger" von den Seychellen.
Die weitverbreitete Klappbrustschildkröte Pelusios castaneus bekam durch einen Fehler einen "ausgestorbenen Doppelgänger" von den Seychellen. ©Dr. Mark-Oliver Rödel|Senckenberg
Eine Schildkröten-Art, die als ausgestorben galt, hat es neuen Erkenntnissen von Wissenschaftern zufolge nie gegeben.

Die auf den Seychellen vermutete Wasser-Schildkröte existierte nach einer DNA-Studie deutscher und österreichischer Forscher nie als eigene Art, wie die Wissenschafter am Donnerstag im Fachmagazin “PloS One” berichteten.

Ein “ausgestorbener Doppelgänger”

Der genetische Abgleich habe gezeigt, dass die Schildkröte Pelusios seychellensis mit der in Westafrika weitverbreiteten Pelusios castaneus identisch sei. Einige Tiere seien vermutlich von Menschen vor langer Zeit auf die Inselgruppe gebracht worden.

Weite Entfernung führte Forscher in die Irre

Die nun untersuchte Schildkröte war 1906 als eine auf der Mahe-Insel auf den Seychellen heimische Art beschrieben worden. Wissenschafter befassten sich lange mit ihrer Ähnlichkeit mit der Schildkröte in Westafrika, die vom Senegal bis nach Angola an der Küste heimisch ist. Aufgrund der weiten Entfernung zu den Seychellen östlich von Afrika waren Forscher aber lange der Ansicht, beide Arten müssten unterschiedlich sein.

Dasselbe Wissenschafterteam hatte kürzlich bereits bei einer weiteren Schildkröte nachgewiesen, dass sie von Menschen auf die Seychellen gebracht worden war. Nun bleibt noch eine Schlammschildkröten-Art, die als vermutlich originär auf den Seychellen heimisch gilt. “Die Programme zum Schutz von Schildkröten auf den Seychellen müssen überarbeitet werden”, forderte Uwe Fritz vom Dresdner Forschungsinstitut Senckenberg, damit die knappen Gelder gut genutzt werden.

Schildkröten: Größtes Risiko für Ausrottung

Wasser- und Land-Schildkröten sind die Wirbeltiere, bei denen nach Angaben der Wissenschafter das größte Risiko ihrer Ausrottung besteht. Von etwa 320 Arten wurden demnach die auf Inseln beheimateten Tiere besonders hart durch natürliche Feinde und durch menschliche Einflüsse getroffen. (APA)

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