Fonds zur Verbesserung der Energieeffizienz

Immer wieder werden Fonds als Unterstützung für das Ziel Energieautonomie gefordert.

Immer wieder wird betont, dass es für die Erreichung der Energieautonomie bis 2050 die zwei Säulen erneuerbare Energien und Energieeffizienz braucht. Gerade in zweiterem schlummert noch viel Potenzial. Die Vorarlberger Grünen fordern deshalb neue Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs. Konkret schlagen die Grünen die Einrichtung eines Energieeffizienzfonds vor.

„Wir stellen uns vor, dass Maßnahmen, wie zum Beispiel der Austausch von veralteten Kühlgeräten, der Einbau von hocheffizienten Umwälzpumpen, der Ersatz von ineffizienten Glühbirnen durch LED sowie der Einbau von Wassersparduschköpfen im Rahmen der Kampagne forciert und gefördert werden“, macht Energiesprecher Bernd Bösch deutlich. Er verspricht sich von diesen kostengünstigen Maßnahmen Ersparnisse von bis zu 270 Euro pro Jahr und rund 30 Prozent des Stromverbrauchs. Die Umsetzung könne über einen Energieeffizienzfonds finanziert werden.

Für das Gewerbe und die Industrie kann sich Bösch ein siebenjähriges Investitionsförderprogramm für Strom­effizienzmaßnahmen vorstellen. Förderhöhe 50 Prozent der Investitionskosten.

35.000 Haushalte erreichen

„Am Ende haben alle gewonnen, ohne das eigene Budget und ohne das Landesbudget zu belasten! Allein in den Haushalten können mit diesen Maßnahmen, mit dem Ziel, nach sieben Jahren 35.000 Haushalte erreicht zu haben, jährlich rund 60.000.000 kWh und ca. zehn Millionen Euro Stromkosten eingespart werden“, rechnet Bösch vor. Der grüne Energiesprecher will deshalb in einer parlamentarischen Anfrage von den Landesräten Schwärzler und Rüdisser wissen, ob sie bereit wären, im Hinblick auf die Ziele der Energieautonomie das grüne Initiativprogramm zu prüfen und einen Energieeffizienzfonds einzurichten.

Weiterer Fonds gefordert

Es ist dies nicht der erste Fonds, der gefordert wird, um die Energieautonomie zu erreichen. Vor einem Jahr stellte die Arbeitsgemeinschaft für erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV) eine Anfrage an die Landesregierung zur Gründung eines Energieautonomiefonds. Hintergrund des Rufs nach einem Energieautonomiefonds ist die Planungsunsicherheit bei der Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen, dieser soll durch den Fonds Einhalt gewährt werden. AEEV-Geschäftsführer Hans Punzenberger begrüßt den Vorstoß der Grünen. „Wir haben auch eine konkrete Idee, wie dieser Fonds finanziert werden könnte. Man müsste nur einen Cent je Kilowattstunde einheben und im Sinne der Energieautonomie einsetzen.“

 

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