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Fünfkampf der Nationen um Vormachtstellung in Vancouver

Deutschland will den ersten Platz von Turin 2006 verteidigen, Kanada möchte als Gastgeber ganz oben stehen, Norwegen will als "ewige" Nummer eins die Enttäuschung von Turin vergessen machen - die Top-Position in der Medaillenwertung der Olympischen Winterspiele in Vancouver ist hartumkämpft.

Die USA machen sich ebenfalls Hoffnungen und auch Russland glaubt an eine Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Spielen. Angesichts dieser “Großmächte” wird es für das ÖOC-Aufgebot schwierig, den dritten Rang von Turin zu behalten.

Kanada möchte nicht nur Lorbeeren als erfolgreicher Veranstalter ernten, sondern mit seinen Aktiven auch auf Eis und Schnee brillieren. Dafür wurden keine Kosten und Mühen gescheut, technische, finanzielle und psychologische Unterstützung sind so gut wie nie zuvor. Die Organisation “Own the Podium” (Steig aufs Podest), finanziert von der Regierung und mehreren großen Firmen, hat für die vergangenen fünf Jahre umgerechnet 73 Millionen Euro aufgebracht.

Ein Projekt, genannt “Top Secret”, soll durch technische Entwicklungen zu Materialvorteilen verhelfen. Weil die meisten Anlagen schon seit zwei Jahren fertig sind, gab es für die “Ahornblätter” dort viel Trainingszeit und damit einen echten Heimvorteil. Das Ziel sind 35 Medaillen, in Turin waren es 24 (Rang 5/7-10-7).

Deutschland möchte vier Jahre nach dem überlegenen “Sieg” in Turin (29/11-12-6) neuerlich ganz oben stehen. “Aber ein Platz auf dem Podest würde uns auch zufriedenstellen, denn die Konkurrenz ist seit Turin größer geworden”, sagte Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Biathlon und Langlauf, Rodeln und Bob sowie den Damen-Alpinskibewerben. Für Bach bieten die Spiele noch eine andere Chance. “Sie sind die erste wichtige Veranstaltung für die Kandidatur von München für 2018, unsere Athleten sind auch unsere Botschafter.”

Russland, nur Nummer vier in Turin, möchte wieder zur Supermacht des Wintersports avancieren. “Gemessen an den bisherigen Saisonleistungen glauben wir, dass 40 unserer Athleten Medaillenchancen haben”, gab sich NOK-Chef Leonid Tjagatschew optimistisch. “Ewige” Hoffnung ist das Eishockey-Team, dessen bisher letztes Olympia-Gold allerdings aus dem Jahr 1992 datiert. Zuletzt gab es aber zwei WM-Titel – jeweils mit Finalsiegen gegen Kanada. Sehr gute Gold-Chancen gibt es weiters im Eiskunstlauf (Comeback von Olympiasieger Jewgenij Pluschenko), Biathlon und Skilanglauf.

Norwegen möchte nach den “Minus-Spielen” von Turin (13./2-8-9) wieder die angestammte Rolle spielen. Der fünffache Olympiasieger Ole Einar Björndalen (36), sein zwölf Jahre jüngerer Biathlon-Kollege Emil Hegle Svendsen und Langläufer Petter Northug gelten als erste Anwärter auf Gold, Chancen gibt es auch im alpinen Skisport, vor allem durch Aksel Lund Svindal, Snowboard, Freestyle und Curling. “Wir wollen unter die ersten drei Länder, 20 bis 25 Medaillen sind das Ziel”, sagte der Delegationschef Jarle Aambö.

Dem Team der USA wäre es nur recht, wenn die Olympiastadt im Lauf der Spiele in “Vonn-couver” umbenannt würde. Die Doppel-Weltmeisterin könnte aus US-Sicht der Star werden und das “Gesicht der Spiele” für den TV-Sender NBC, um dessen finanziellen Verlust (befürchtet werden umgerechnet 180 Millionen Euro) zu reduzieren. Chancen gibt es für die USA u.a. auch im Eissport (Short Track, Eisschnelllauf) und in der Nordischen Kombination, in der Doppel-Weltmeister Todd Lodwick und Co. endlich die erste Olympia-Medaille für die USA holen wollen.

Österreichs Aufgebot, das vor allem auf die Alpin-Rennläufer und Skispringer setzt, braucht keine Angst zu haben, bei diesem “Kampf der Giganten” aufgerieben zu werden. Vor den XXI. Winterspielen fehlen 15 Stück Edelmetall auf die Gesamtzahl von 200, derzeit hält das ÖOC bei 51 Gold-, 64 Silber- und 70 Bronzemedaillen und nimmt in der “ewigen” Bilanz den abgesicherten fünften Rang ein.

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