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Flüchtlingskrise: Situation in Vorarlberg blieb ruhig

Landesrettungskommandant: Rotes Kreuz kann "in sehr kurzer Zeit Hundertschaft organisieren".
Landesrettungskommandant: Rotes Kreuz kann "in sehr kurzer Zeit Hundertschaft organisieren". ©VMH/Archivbild
Bregenz. Anders als im Osten Österreichs angesichts der anhaltenden Flüchtlingsströme ist die Lage in Vorarlberg am Montagnachmittag ruhig geblieben. Es gebe derzeit keine Anzeichen, dass sich die Reiseroute der Hilfesuchenden nach Westen verlagere, sagte Landesrettungskommandant Werner Meisinger vom Roten Kreuz auf APA-Nachfrage. Man sei aber für den Ernstfall vorbereitet.
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Vorarlberg trifft Vorkehrungen

“Wir haben sehr viele Pagerträger”, erklärte Meisinger. Er könne “innerhalb sehr kurzer Zeit sicher eine Hundertschaft” organisieren. Gerüchte, wonach Vorarlberg im Sinne der Solidarität mit den besonders stark betroffenen Bundesländern weitere Flüchtlinge aufnehmen könnte, wurden vom Büro des Vorarlberger Landeshauptmannes Markus Wallner (ÖVP) nicht bestätigt. Der zuständige Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) sprach im ORF Vorarlberg aber davon, dass Vorarlberg im Ernstfall 4,4 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen müsse.

Kontrollen im Bahnverkehr nicht ausgeweitet

Im Bahnverkehr wurden die Kontrollen durch die Polizei nicht ausgeweitet. In den Reisezügen nach und durch Vorarlberg werden Kontrollen im “gleichen Ausmaß wie bisher” fortgeführt, sagte Polizeisprecherin Susanne Dilp gegenüber der APA.

Egger erwartet mehr Weitsicht und Vernunft von Wallner

FPÖ-Chef Dieter Egger warnte am Montag in einer Aussendung vor den Folgen einer ungebremsten Flüchtlingsaufnahme. “Die Kapazitäten sind nicht unbegrenzt und die EU glänzt nach wie vor mit Untätigkeit”, sagte Egger. Werde nicht endlich gehandelt, seien die Sicherheit und der soziale Frieden massiv gefährdet, so die Befürchtung des freiheitlichen Landeschefs, der auch nicht mit Kritik am Landeshauptmann sparte. Er habe in den vergangenen Wochen schon mehrmals die Wiedereinführung von Grenzkontrollen gefordert, sei damit aber “bis heute auf taube Ohren gestoßen”. Von einem Landeshauptmann erwarte er sich mehr Weitsicht und Vernunft, so Egger. (APA)

LH Wallner im VOL.AT-Interview zur aktuellen Flüchtlingssituation

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