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Flüchtlingskrise: Lage in Vorarlberg weiterhin ruhig

Während der Osten und Süden Österreichs mit dem Flüchtlingsstrom kämpft, ist die Lage in Vorarlberg ruhig.
Während der Osten und Süden Österreichs mit dem Flüchtlingsstrom kämpft, ist die Lage in Vorarlberg ruhig. ©APA
Während im Burgenland an diesem Wochenende wieder Tausende über die ungarische Grenze nach Österreich kamen, merkt man in Vorarlberg und Tirol bislang nichts vom Flüchtlingsstrom. Man sei aber für den Ernstfall gerüstet, so der Vorarlberger Rettungskommandant 
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In Kufstein werden zwar noch am Sonntag rund 190 Flüchtlinge erwartet. Die Asylbewerber werden vorerst in die Notunterkünfte in Kufstein einziehen und sollen in den kommenden Tagen dann in die Einrichtungen der Tiroler Sozialen Dienste (TSD) übersiedeln, teilte das Land mit. Abgesehen davon gibt es in Tirol und Vorarlberg nach Angaben der Polizei aber auch weiterhin kein erhöhtes Flüchtlingsaufkommen.

Bei den 190 Flüchtlingen handle es sich um Menschen, die einen Asylantrag in Österreich stellen wollten, teilte eine Sprecherin des Landes auf APA-Nachfrage mit. Wann und woher die Menschen kommen werden, sei im Moment allerdings noch nicht ganz klar. Man wisse nur, dass sie im Laufe des Sonntags eintreffen würden.

Kaum Auswirkungen auf Österreichs Westen

Generell hat das vermehrte Flüchtlingsaufkommen im Osten und Süden Österreichs aber kaum Auswirkungen auf Tirol und Vorarlberg. Die Situation sei sehr ruhig, es gebe auch keine Anzeichen dafür, dass etwa via Brennerroute vermehrt Flüchtlinge in Tirol oder Vorarlberg zu erwarten seien, sagten die zuständigen Polizeisprecher auf APA-Nachfrage.

Beide Bundesländer seien aber für den Ernstfall gerüstet. “Wir sind von einer Stunde auf die andere einsatzbereit”, versicherte etwa der Vorarlberger Landesrettungskommandant Werner Meisinger.

Vorarlberger Rot-Kreuz-Mitarbeiter helfen in Wien

Sonntagabend wird das Rote Kreuz Vorarlberg wieder acht Einsatzkräfte nach Wien schicken. Sie werden dort bis Dienstag das Wiener Rote Kreuz bei der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen unterstützen, gab Meisinger bekannt. Bereits von Freitag bis Sonntag waren 20 Rot-Kreuz-Mitarbeiter aus Vorarlberg in Wien im Einsatz.

In Tirol hat die landeseigene TSD unterdessen eine Spendenhotline für Flüchtlinge eingerichtet. Erreichbar ist sie gebührenfrei von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 080777. Interessierte Menschen erfahren unter der Nummer, was akut benötigt und wo bzw. wann eine Sachspende abgegeben werden kann. Auch Menschen, die sich gerne ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren möchten, erfahren über die Hotline, wo sie helfen können.

“Vorarlberg hilft”

Auch in Vorarlberg können hilfsbereite Menschen dank der gemeinsamen Aktion “Vorarlberg hilft” von VOL.AT und VN den Neuankömmlingen helfen, sich in die Gesellschaft – Arbeitsmarkt, Wohnungssuche, Vereinstätigkeit – zu integrieren. Mehr Informationen zur Aktion finden Sie hier. (red/APA)

 

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