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Finnland und Kanada bestreiten Finale der Eishockey-WM

Jubel bei den Finnen nach dem Sieg über Russland
Jubel bei den Finnen nach dem Sieg über Russland
Finnlands Supertalente fordern im Endspiel der Eishockey-WM Titelverteidiger Kanada heraus. Das bisher stärkste Team der Weltmeisterschaft behielt am Samstag in Moskau im Halbfinale auch gegen Gastgeber Russland die Nerven und gewann mit 3:1. Der 25-malige Champion Kanada mühte sich danach zu einem 4:3 gegen die USA.


Die Finnen ließen sich auch nicht durch die frühe Führung von Sergej Schirokow (3. Minute) aus der Ruhe bringen. Vor über 12.000 Zuschauern in Moskau zeigten sie sich im zweiten Drittel erstaunlich abgeklärt. Der erst 18-jährige Sebastian Aho mit einem Doppelpack (26./39.) und Jussi Jokinen (36.) drehten das Spiel.

Der ebenfalls 18 Jahre alte Patrik Laine besorgte im dabei die Vorarbeit zum 2:1 und sammelte seinen bereits zwölften Scorerpunkt in diesem Turnier. Laine hat damit entscheidenden Anteil am Siegeszug des zweimaligen Weltmeisters Finnland, der im Turnierverlauf alle neun Spiele gewann. In der Vorrunde hatte man Kanada beim 4:0 eine Lehrstunde erteilt.

Die Russen müssen damit weiterhin auf den ersten WM-Titel vor eigenem Publikum seit dem Zerfall des Sowjetreiches warten. Zuletzt hatte die damalige Sowjetunion 1986 im eigenen Land den Titel geholt.

Titelverteidiger Kanada musste gegen die USA zittern. Dem Außenseiter war nach dem 0:2 durch Brendan Gallagher (9.) und Brad Marchand (19.) im Mittelabschnitt sogar die Führung gelungen. Der 18-Jährige Auston Matthews (22.) mit seinem fünften Turniertor, David Wasofsky (24.) und Tyler Motte (29.) schossen die Tore für die USA. Der Favorit setzte sich aber im Schlussdrittel nach weiteren Toren von Derrick Brassard (36.) und Ryan Ellis (42.) noch durch.

Kanada und Finnland spielen am Sonntag (19.15 Uhr) zum dritten Mal nach 1994 und 2007 in einem WM-Finale gegeneinander. Beide Male setzten sich die Nordamerikaner durch. Vor neun Jahren, als die WM ebenfalls in Moskau stattfand, gewann Kanada 4:2. Die Kanadier müssen sich aber insbesondere in der Defensive steigern. Gegen die USA offenbarten sie in diesem Bereich einige Mängel. Dennoch verloren die Amerikaner auch ihr achtes WM-Halbfinale seit der Einführung der K.o.-Runde im Jahr 1992.

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