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Finale Phase für Straßen- und Wegekonzept

Koblach will nun das Straßen- und Wegekonzept Schritt für Schritt umsetzen
Koblach will nun das Straßen- und Wegekonzept Schritt für Schritt umsetzen ©Michael Mäser
Die Koblacher Gemeindevertretung hat die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zum Verkehrskonzert analysiert.

Koblach. Nach Jahren der Ausarbeitung wurde beim Koblacher Straßen- und Wegekonzept nun der finale Schritt im Konsultationsverfahren eingeläutet. Dabei werden die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung in den vergangenen Wochen den Rahmen für das neue Straßen- und Wegekonzept in der Kummenberggmeinde geben. 

Erster Workshop vor drei Jahren

Wie viele andere Gemeinden, kämpft auch Koblach in den letzten Jahren gegen den zunehmenden Verkehr im Ortsgebiet und so wird schon seit längerem an einem Straßen- und Wegekonzept für die Kummenberggemeinde gearbeitet. Bereits vor rund drei Jahren lud die Gemeinde die Bevölkerung zu einem ersten Workshop, um die größten Anliegen zu sammeln und etwaige Lösungsvorschläge zu filtern. In einem zweiten Teil wurden Ende 2019 bereits die Ergebnisse präsentiert und diese waren auch Grundlage für den Konzept Entwurf. Dieser stand nun in den vergangenen Wochen zur öffentlichen Einsicht und Stellungnahme bereit. „Die zentrale Frage dabei war, wie wir das vorliegende Konzept noch besser machen können“, freute sich Bürgermeister Gerd Hölzl über die rege Teilnahme an der digitalen Bürgerbeteiligung.

Kein Durchzugsverkehr auf Gemeindestraßen 

Ein wesentlicher Punkt im Koblacher Straßen- und Wegekonzept ist dabei die Achse Rheinmahd/Dürne – welche gerne von Grenzgängern genutzt wird, da sie eine direkte Verbindung zwischen L 55 und L 190 darstellt. Dabei wird die vorgestellte Einbahnregelung von den Koblacher Bürgern mehrheitlich kritisiert und für Bürgermeister Hölzl ist klar: „Was für unsere Nachbargemeinden gilt – kein Durchzugsverkehr auf Gemeindestraßen – muss auch in Koblach möglich sein. Dabei gilt es nun die genaue Umsetzung so zu konkretisieren, damit die Nachteile für die Koblacher so gering wie möglich gehalten werden können“. 

Attraktiver Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes 

Weitere große Punkte im Konzept sind ein allgemeines Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen, der Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes und eine Begegnungszone vor der Volksschule. „Der attraktive Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes ist für Koblach eine Chance die Bestrebungen eine Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität zu sein zu unterstreichen“, sieht Bürgermeister Hölzl Möglichkeiten für die künftige Entwicklung auf. Das Gemeindeoberhaupt sieht dabei aber vor allem die Gewährleistung von Sicherheit im Straßenverkehr für alle Beteiligten als unumstritten und empfiehlt im Hinblick auf die Temporeduktion: „Jeder soll vor der Haustüre des Nachbarn die Geschwindigkeit fahren die er sich vor der eigenen Haustüre wünscht, wobei die einfache Form der Regelung ein flächendeckendes Tempolimit wäre“. 

Zentrumsentwicklung rund um Harmoniekreuzung 

Als sehr realistisch sieht Bürgermeister Hölzl auch eine Begegnungszone vor der Volksschule, „denn die schwächsten Teilnehmer am Straßenverkehr sind unsere Kinder“, so Hölzl. Weitere derartige Verkehrsplanungen, wie etwa die Zentrumsentwicklung rund um die Harmoniekreuzung, seien allerdings Bestandteil größerer Entwicklungen. „Konkrete Projekte dazu sind noch nicht geplant, allerdings können Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gemeinsam mit dem Land zeitnah realisiert werden“, blickt der Koblacher Bürgermeister nach vorne. Eines ist dem Bürgermeister aber wichtig: „Auch in Zukunft werden wir bei größeren Projekten die Bevölkerung einbinden“, hofft Gerd Hölzl auch in Zukunft auf eine rege Teilnahme aus der Bevölkerung. MIMA 

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