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Fidelisfest - ein Ort der Begegnung

Auch vor dem Rathaus wurden Gebete gesprochen, die an das Wirken des Stadtpatrons und zweiten Landespatrons Fidelis erinnern sollten.
Auch vor dem Rathaus wurden Gebete gesprochen, die an das Wirken des Stadtpatrons und zweiten Landespatrons Fidelis erinnern sollten. ©Helmut Köck
Feldkirch. (koe) Dass der Stadtpatron Hl. Fidelis von sehr viel Gläubigern verehrt wird, bewies der bis auf den letzten Platz besetzte Dom.  
Impressionen Fidelisfest 2017

Das sonntägliche Fidelisfest begann mit dem Festgottesdienst, zelebriert von Pfr. Norman Buschauer mit Guardian Br. Laurentius. Der Domchor untermalte musikalisch mit der Kleinen Deutsche Festmesse.

Ökumenischer Moment
Festprediger Br. Karl Löster von den Salzburger Kapuzinern erläuterte zu Beginn den Lebensweg das hl. Fidelis. Der Heilige – mit bürgerlichem Namen Markus Roy – wurde 1578 in Sigmaringen geboren. Seinen Beruf als Advokat gab er rasch auf und trat in den Kapuzinerorden ein und war während der habsburgischen Gegenreformation in der Schweiz als Prediger im Prättigau. Der erste Märtyrer des Kapuzinerordens und Stadtpatron von Feldkirch wurde 24. April 1622 von der aufgebrachten Menge zu Tode geprügelt. Der Prediger zog Parallelen zwischen Martin Luther und dem Hl. Franz von Assisi. „Heute sind wir endlich soweit, dass das Gemeinsame der beiden christlichen Religionen uns verbindet, denn für Fideles war es aber immer klar, dass die Wahl des Glaubens eine freie Entscheidung sein sollte“. Sehr schön war auch, dass Pfarrer Gottfried Spieth von der evangelischen Kirchengemeinde Seewis, Vertreter der Kath. Pfarrei Vorder- und Mittelprättigau und Kapuziner die Fürbitten vortrugen.

Prozession durch die Stadt
Einer alten Tradition folgend, wurde anschließend in einer feierlichen Prozession, angeführt von der Stadtmusik und der Trachtengruppe, die kostbare Reliquie des Hauptes des Märtyrers zum Kapuzinerkloster gebracht, dem der hl. Fidelis seit 1621 als Guardian vorstand. Heuer ging der Weg durch die Herrengasse, über die Marktgasse bis zum Rathaus. An zwei Stationen wurden Gebete gesprochen, die an das Wirken des Stadtpatrons und zweiten Landespatrons erinnern sollten.

Begegnungsfest
Nachdem der Guardian einen recht guten Draht zu „Petrus“ hatte, kamen nach der wetterbedingten Absage der letzten beiden Jahre heuer sehr viele Menschen, die auch in der heutigen Zeit im Heiligen einen Fürsprecher sehen. Präsidentin Greti Schmid und Obmann BR Edgar Mayer vom Freundeskreis der Feldkircher Kapuziner bedankten sich besonders bei den Spendern und Gönnern des Klosters. Der Frühschoppen im Klostergarten wurde musikalisch von der Stadtmusik Feldkirch unter der Leitung von Kapellmeister Peter Efferl und den Tostner Straßenmusikanten umrahmt. In schon bewährter Manier sorgten sich die Mitglieder der Feldkircher „Spältabürger“ mit Thommy Kathan, um die durstigen und hungrigen Besucher. Im Rahmen des Klosterfestes fand im Begegnungsraum ein kleiner Markt statt, wo so manches sakrale Teil oder alte Buch einen neuen Besitzer fand. Der Reinerlös kommt dem Kloster zugute. So wurde das heurige Fidelisfest wieder einmal ein Ort der Begegnung mit Menschen aus nah und fern.

 

 

 

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