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Feuerwehrtaucher auf Intensivstation

Ein Feuerwehrtaucher ist bei einem Hochwassereinsatz gestern, Donnerstag, so schwer verletzt worden, dass er intensivmedizinisch behandelt werden muss.

Der 29-Jährige, Angehöriger der Tauchgruppe NÖ-West, aus Amstetten war bei einem Tauchgang in der Wehranlage Greinsfurth des Ybbsflusses bei Winklarn lebensgefährlich verunglückt.

Der Feuerwehrmann untersuchte am Nachmittag auf Auftrag der Stadtwerke Amstetten eine 4,5 Meter tiefe Schleusenanlage. Sie sollte nach dem Hochwasser repariert und von Schwemmgut befreit werden. U.a. musste ein angetriebener Baum entfernt werden.

Der 29-Jährige stieg mit Taucherausrüstung in den Stauraum des Ybbsflusses. Dabei wurde er von einem 64-jährigen Pensionisten aus der Gemeinde Winklarn mit einem 15 Meter langen Seil gesichert, das zusätzlich an einem Eisensteher befestigt war. Die starke Strömung zog den Taucher aber durch einen 25 Zentimeter hohen Spalt der Schleusenanlage. Selbst fünf weitere Männer, die zu Hilfe eilten, konnten ihn nicht mehr an die Oberfläche ziehen. Der 64-Jährige, der das Seil gehalten hatte, hat bei seinen Rettungsversuchen Verbrennungen zweiten Grades an beiden Handflächen erlitten.

Die Helfer mussten das Seil kappen, der Amstettner wurde von der Strömung vollständig durch die Schleuse gedrückt und in das Auffangbecken gespült. Dort wurde er von den Helfern geborgen, Pressluftflasche, Atemregler und Tarierhilfe waren verschwunden. Der Notarzthubschrauber „Christophorus 2“ brachte den Schwerverletzten ins AKH Linz.

Die Ärzte stellten u.a. eine Gehirschwellung und Wassereintritt in die Lunge fest. Am Freitag befand sich der Verunglückte auf der Intensivstation in künstlichem Tiefschlaf.

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