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Feldkircher ist Mastermind hinter selbstfahrenden Autos

Der Weg der herausragenden Leistungen hat Wendel ins Silicon Valley geführt
Der Weg der herausragenden Leistungen hat Wendel ins Silicon Valley geführt ©Gordon De Los Santos
Feldkirch/Graz - Als Experte für Computer Vision entwickelt der Andreas Wendel  beim Technologie-Unternehmen Google Algorithmen für selbstfahrende Autos weiter – sein aktueller Kurzbesuch in Graz hat einen besonderen Grund.
Google arbeitet an selbstfahrendem Auto

Wendel promovierte am Mittwoch „unter den Auspizien” des Bundespräsidenten Heinz Fischer. Der Weg zur Promotion „unter den Auspizien” des Bundespräsidenten führt ausschließlich über Bestleistungen, von der Oberstufe über das Studium bis hin zum Doktorat. Andreas Wendel ist diesen Weg gegangen: Der gebürtige Vorarlberger promovierte heute in der Aula der TU Graz „sub auspiciis praesidentis” und erhielt den Ehrenring mit Bundesadler als Würdigung seiner herausragenden Leistung aus den Händen von Landeshauptmann Franz Voves. wendel

Vielfältiges Silicon Valley

Der Weg der herausragenden Leistungen hat Wendel ins Silicon Valley geführt: Seit August 2013 ist er Teil des Unternehmens Google und erforscht im sagenumwobenen Forschungslabor Google X neue Computer Vision Algorithmen für allein fahrende Autos, so genannte Self-Driving Cars.

Wendel bringt Autos bei, wie sie alleine fahren können. Über seine Arbeit darf er nur das erzählen, was von den offiziellen Stellen Googles freigegeben wurde, denn auch andere Konzerne wie Audi, General Motors oder Toyota arbeiten an selbstfahrenden Autos.

Der Internetkonzern hat einen ersten Prototypen seines eigenen selbstfahrenden Fahrzeugs vorgestellt. Die Vision sind kleine Zweisitzer mit Elektroantrieb, die komplett auf Lenkrad und Pedale verzichten.

“Atmosphäre ist beeindruckend”

„Die Atmosphäre im Silicon Valley ist beeindruckend. Das ganze Umfeld ist sehr innovativ, ich treffe viele interessante Leute, die in Start Ups aktiv sind und Kollaboration sehr groß schreiben“, schwärmt Wendel. Interessante Menschen trifft der Vorarlberger sicherlich auch bei seiner Freizeitbeschäftigung: Er ist Trompeter beim NASA International Space Orchestra und musiziert Seite an Seite mit Astro-Biologen und Flight Directors der NASA. „Und obendrein lässt sich auch die kalifornische Sonne ganz gut aushalten“, schmunzelt der Telematiker.

Wendel  hat bislang 14 Auszeichnungen erhalten, an 34 Publikationen mitgearbeitet und war u.a. Software-Entwickler bei Microsoft . An der TU Graz war er zuletzt Universitäts-Assistent und Leiter der Aerial Vision Group.

Die Version 1 der Self-driving cars kündigte Google bereits 2010 an – Autos der Marke Toyota Prius und Lexus mit einem markanten Aufbau am Dach, in dem die Technik eingebaut ist – Sensoren, Kameras, Radar.

Ein heller Kopf im Kurzporträt

Der 1984 geborene Feldkircher Andreas Wendel hat nach der HTL-Matura ab 2004 Telematik an der TU Graz studiert und sowohl den Bachelor als auch den Master mit Auszeichnung abgeschlossen. Seine Dissertation „Scalable Visual Navigation for Micro Aerial Vehicles using Geometric Prior Knowledge“ hat er am Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen verfasst – er befasste sich mit der visuellen Navigation von kleinen, unbemannten Flugdrohnen, so genannten „Micro Aerial Vehicles“, die für komplexe Luftaufnahmen etwa zu Vermessungs- und Inspektionszwecken zum Einsatz kommen. Während seiner Studienjahre hat der begeisterte Rettungstaucher auch Auslanderfahrung gesammelt, unter anderem während eines Joint-Study Aufenthalts an der McMaster University in Kanada und als Gastforscher an der renommierten Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Seit August 2013 ist Andreas Wendel „Robotics Researcher“ bei Google in Mountain View, Kalifornien. Seine Aufgabe dort: Software entwickeln, die autonom fahrende Autos möglich macht.

 
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