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Feierliche Dekretübergabe beim Roten Kreuz

Die 14 erfolgreichen Rotkreuz-Absolventen im Kreise ihrer Prüfer sowie Landesrettungskommandant Werner Meisinger (li.) und Präsident Dr. Ludwig Summer (re.).
Die 14 erfolgreichen Rotkreuz-Absolventen im Kreise ihrer Prüfer sowie Landesrettungskommandant Werner Meisinger (li.) und Präsident Dr. Ludwig Summer (re.). ©Rotes Kreuz Vorarlberg
14 Rettungs- und Notfallsanitäter vom Roten Kreuz Vorarlberg haben die höchstmögliche Fachausbildung Notkompetenz erfolgreich abgeschlossen. Im Beisein von Präsident Dr. Ludwig Summer und Landesrettungskommandant Werner Meisinger wurden in einer Feierstunde die Dekrete überreicht.

Über 1.100 Stunden haben die größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter dafür an Abenden und Wochenenden und somit in ihrer Freizeit zur Verfügung gestellt, um ein Notfallsanitäter mit Notkompetenz zu werden. Um diese Fachausbildung machen zu können, sind zuerst der Kurs zum Rettungssanitäter (400 Stunden) und danach jener zum Notfallsanitäter (640 Stunden) erforderlich. „Pro Jahr findet eine Fachausbildung Notkompetenz mit insgesamt 90 Stunden statt, welche im Frühjahr beginnt und im Spätherbst mit der kommissionellen Prüfung endet“, erklärt die fachliche Leiterin Karin Meisinger vom Bildungs-Center im Landesverband.

Umfassende Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in die Bereiche „Arzneimittellehre“ und „Venenzugang und Infusion“. Grundlagen der Pharmakologie, Algorithmen zur Medikamentengabe, Infusionstherapie und -lehre sind etwa ein Teil der Lerninhalte. Die Notfallsanitäter sind nach Kursabschluss u.a. nun dazu berechtigt, gewisse Medikamente zu verabreichen, wie z.B. einen Nitrospray bei Herzproblemen, Combivent bei Asthma, intravenöse Gabe von Adrenalin, Glukose und Volumen. Um die manuellen Fertigkeiten für das Legen eines venösen Zugangs zu lernen, machten die Rotkreuz-Mitarbeiter ein 40-stündiges Praktikum im Krankenhaus. „Die Gabe von Notfallmedikamenten durch den häufig zuerst eintreffenden Notfallsanitäter hat sich nach Einführung des Sanitätergesetzes etabliert und gewinnt durch das Erweitern der Arzneimittellisten immer größere Bedeutung“, so Karin Meisinger abschließend.

 

Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz/Sperrer

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