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Federer erneut Wimbledonsieger

Der "Rasen-König" Roger Federer hat am Sonntag in Wimbledon seinen Titel erfolgreich verteidigt und bildet mit Tennis-Beauty Maria Scharapowa das Sieger-Pärchen des diesjährigen Turniers.

Im “Zitterspiel” der Nummern eins und zwei der Welt gegen den US-Amerikaner Andy Roddick feierte der verschnupfte Schweizer einen 4:6,7:5,7:6 (3),6:4-Erfolg und festigte mit seinen 24. Rasen-Sieg in Serie seine Dominanz. Am Vortag hatte die 17-jährige Maria Scharapowa bei den Damen die Vorherrschaft der US-Amerikanerin Serena Williams beendet und mit einem 6:1,6:4 sensationell als erste Russin auf dem “Heiligen Rasen” triumphiert.

In 2:30 Stunden hielt Federer den hochkonzentriert und mit der brachialen Gewalt des Aufschlag-Weltrekordlers zu Werke gehenden Roddick mit letzter Kraft und großer Mühe auf Distanz. „Ich habe mich erkältet. Aber das darf in einem Wimbledon-Finale keine Rolle spielen”, sagte der Champion. Roddick wirkte trotz der im Vergleich zu Federer anstrengenderen Halbfinalpartie am Vortag wesentlich frischer und startete sehr stark in sein erstes Wimbledon-Endspiel. Der US-Open-Sieger, der bis auf die jetzt zwei Niederlagen gegen Federer eine ähnlich beeindruckende Rasen-Bilanz (21:2) aufzubieten hat, machte gefährlich Druck. Doch die Dominanz des Weltranglisten-Ersten konnte er nicht brechen. Eine Vorentscheidung in dem mehrmals durch Regen unterbrochenen Finale bedeutete wohl der gewonnene Tiebreak im dritten Satz. Für Federer war es nach den Australian Open der zweite Grand-Slam-Sieg des Jahres und der insgesamt dritte.

„Andy hat sehr aggressiv gespielt, jeder kennt seine Power. Ich war einen Satz und ein Break hinten. Auch er hätte den Titel verdient”, meinte Federer wie immer sportlich fair. Nach dem Matchball sank der Schweizer wie am Vortag Scharapowa in die Knie und verdrückte auch ein paar Tränen. „Ich habe jetzt einen 100-Prozent-Rekord: Drittes Grand-Slam-Finale, dritter Sieg. Es ist schon sehr schwer zu glauben”, sagte Roger, der seiner Rolle als haushoher Favorit vor Turnierbeginn gerecht werden konnte. „Er hat einfach zu gut gespielt”, gestand Roddick. „Aber es ist hart, hier zu verlieren”.

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