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ÖFB meldet Millionenforderung an

Der ÖFB wird am kommenden Dienstag in Graz sowohl vor Gericht als auch bei GAK-Masseverwalter Scherbaum eine Millionenforderung im Konkurs des steirischen Traditionsklubs anmelden.

Zuvor wird der ÖFB mit Konkursspezialisten den möglichen Schaden in der “Causa Kimoni” bei einer allfälligen Verurteilung durch den Fußball-Weltverband FIFA festlegen. Dies bestätigte ÖFB-Generalsekretär Ludwig gegenüber der APA. “Es muss endlich Klarheit herrschen. Wir wollen die hundertprozentige Umsetzung der FIFA-Forderung sowie des CAS-Urteils”, erklärte Ludwig.

Besondere Bedeutung erlangt die angekündigte Forderung des ÖFB dadurch, dass der Masseverwalter 20 Prozent der angemeldeten Forderungen als Barquoten-Sicherstellung benötigt. Bei der zu erwartenden Höhe der ÖFB-Forderung von mehreren Millionen Euro ein fast unmögliches Unterfangen.

Dem GAK waren am 14. März 2007 in der laufenden Meisterschaft sechs Punkte abgezogen worden, weil der Senat 1 der Bundesliga ein Urteil der FIFA-Disziplinarkommission umsetzte. Hintergrund des Punkte-Abzugs war eine Klage des ehemaligen GAK-Spielers Daniel Kimoni. Der GAK hatte einem rechtskräftigen Urteil durch den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne sowie mehrfach erfolgter Zahlungsaufforderungen und Fristen der FIFA nicht Folge geleistet. Der GAK hat mittlerweile per Einstweiliger Verfügung erwirkt, dass ihm sämtliche 28 aberkannten Punkte bis auf weiteres rückerstattet wurden.

Auch Sturm will Punkte von Bundesliga mittels Protest zurück
Nach dem GAK hat am Donnerstag auch Sturm Graz einen Antrag beim Protestkomitee der Fußball-Bundesliga eingebracht. Der Klub geht auf diese Weise gegen den am 26. März verhängten Zehn-Punkte-Abzug wegen Nichterfüllung von Kriterien im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens und der daraus folgenden Insolvenz vor. “Die Statuten sehen einen solchen Abzug nicht vor und auch die Begründung ist aus unserer Sicht nicht richtig. Deshalb haben wir beantragt, die Sache an den Senat 5 zurück zu verweisen, damit dieser seine Entscheidung noch einmal überdenkt”, erklärte Sturm-Präsident Hans Rinner.

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