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Falscher Polizist betrog Bregenzerin

U-Haft über den türkischen Staatsbürger verlängert
U-Haft über den türkischen Staatsbürger verlängert ©Unsplash
Untersuchungshäftling wird beschuldigt, er habe der Frau unter einem Vorwand rund 12.000 Euro abgenommen.

Von Seff Dünser (NEUE)

Opfer der schon vielfach zur Anwendung gelangten Betrugsmasche „Falscher Polizist“ wurde auch eine Bregenzerin. Sie erhielt im Juli 2019 einen Anruf. Der Mann gab sich am Telefon als Polizist aus. Er behauptete, polnische Täter würden einen Einbruchsdiebstahl in ihrem Wohnhaus planen. Sie hätten es auf ihr Geld abgesehen. Deshalb werde sie dringend ersucht, bei der Polizei ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Ein Polizist werde vorbeikommen und ihr Geld zur sicheren Verwahrung in Empfang nehmen.

Geld und Gold

Die Frau tat, wozu der vermeintliche Polizist sie aufgefordert hatte. Sie über­gab einem angeblichen Beamten insgesamt 11.200 Schweizer Franken sowie Gold im Wert von 2000 Euro. Beim Empfänger des Geldes und des Goldes handelt es sich nach Angaben des Betrugsopfers um den Beschuldigten. Dieser wurde im August 2019 in Kroatien festgenommen. Seit September 2019 befindet sich der 47-Jährige wegen des Verdachts des schweren Betrugs in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft.

In der gestrigen Haftverhandlung am Landesgericht Feldkirch wurde die U-Haft über den türkischen Staatsbürger verlängert.

Verteidiger Yücel Yildirim ließ gestern auf NEUE-Anfrage wissen, dass sein Mandant die Tatvorwürfe bestreite. Die Haft dauere bereits sechs Monate und damit zu lange an. Zumal dem Beschuldigten nur ein mit bis zu drei Jahren Haft bedrohtes Vergehen und kein Verbrechen angelastet werde. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe die Tat zusammen mit unbekannten Mittätern ausgeführt. Hinter den in der Vergangenheit recht häufig begangenen Betrügereien mit falschen Polizisten stecken nach Erkenntnissen von Strafverfolgungsbehörden türkische Banden. Demnach werden die Betrugsopfer in aller Regel von türkischen Callcentern aus angerufen.

Pro-Forma-Wohnsitz

Der Beschuldigte hat neun Vorstrafen, davon zwei einschlägige. Der Haftrichter nimmt an, dass der arbeitslose Türke nur pro forma einen Wohnsitz in Dornbirn angemeldet hat und auch deshalb Fluchtgefahr besteht.

(Quelle: NEUE)

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