Faires Finale talentierter Schulschach-Fans

Die Vorarlberger Teilnehmenden am Bundesfinale der Volksschulen im Schulschach, gemeinsam mit Betreuenden und Organisierenden.
Die Vorarlberger Teilnehmenden am Bundesfinale der Volksschulen im Schulschach, gemeinsam mit Betreuenden und Organisierenden. ©Gerhard Scopoli
Tschagguns. (sco) Bundesfinale der Volksschulen im Schulschach: Ländle-Teilnehmende belegten Plätze vier und sechs (von zehn).
Bundesfinale Tschagguns, Siegerehrung

Im Vorarlberger Schulsportzentrum ist dieser Tage das Bundesfinale der stärksten, Schach spielenden Volksschulen Österreichs durchgeführt worden. “Jedes Bundesland entsandte dabei ihr bestes Volksschulteam, bestehend aus vier Spielerinnen oder Spielern nach Tschagguns, um den Bundessieger 2022 auszumachen. Lediglich das Ausrichterbundesland durfte zwei Teams nennen, und so waren für Vorarlberg der Landessieger, die VS Dornbirn Oberdorf, und die VS Bregenz Mehrerau am Start”, berichtete Schulschachreferent und Organisator Christian Leitgeber.

Persönlich wünschten Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink, Conny Berchtold, Fachinspektor für Bewegungserziehung und Sport, sowie Schulsportreferent Christoph Neyer den Teams viel Erfolg. In einem spannenden Zehnkampf, bei dem es hieß „Jeder gegen jeden“, ergab sich nach den ersten gespielten Runden ein Dreikampf. Die bekannt stark spielenden Wiener, das Team aus Oberösterreich und auch das Team der VS Dornbirn Oberdorf starteten makellos. Am zweiten Tag mussten die Vorarlberger eine Niederlage gegen Oberösterreich einstecken, noch dazu kam eine unerwartete Niederlage gegen Niederösterreich, wodurch der Kontakt zur Spitze verloren ging. In der letzten Runde war für beide Teams aus dem Ländle noch ein Stockerlplatz möglich. Die Bregenzer Volksschüler verloren in einem spannenden Finale das direkte Duell mit der Steiermark, welche schlussendlich über Bronze jubeln durften.

Freundschaftliche Atmosphäre

Bei der Siegerehrung lobte der Schiedsrichter des Bundesfinales, Gerhard Fröwis, die Fairness der Spielerinnen und Spieler während des gesamten Turniers. Aus Christian Leitgebers persönlicher Sicht war die Stimmung während den drei Tagen sehr freundschaftlich. “Die Kinder haben sich die Zeit neben dem Schachbrett mit Fußballspielen, Billard oder Tischtennis vertrieben. An einem der Tage waren alle Teilnehmenden eingeladen, das Schanzenzentrum Montafon Nordic in Tschagguns zu besichtigen und sich beim Sommerbiathlon zu versuchen. Das Schöne dabei war, dass sich die Bundesländer in der Freizeit komplett durchgemischt haben und alles quasi Gemeinschaftsaktivitäten waren”, erzählte der Schulschachreferent.

Die Betreuer nutzten die Abende zum Austausch. Am Schachbrett duellierten sie sich teilweise bis zu fortgeschrittener Stunde. Einen wesentlichen Punkt, den Leitgeber, Vizepräsident des Vorarlberger Schachverbandes, sehr stark wahrgenommen hat, war die Dankbarkeit und auch die Wertschätzung der anwesenden Personen. “Alle waren sichtlich froh, dass eine Veranstaltung wie diese nach der sehr unbefriedigenden Coronapause wieder möglich war.”

Erfolg auch im Misserfolg

Das Bundesministerium wurde beim Bundesfinale von Harald Miedler, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Kunst- und Kulturvermittlung für Schulen, vertreten. “Man spürte jeden Tag die Steigerung und den Erfolg, und auch im Misserfolg war trotzdem ein Erfolg zu sehen, weil achtsam umgegangen wurde mit Sieg und Niederlage”, meinte er im Gespräch. Den Organisatoren sprach der Vertreter des Ministeriums ein großes Kompliment aus. “Die Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion in Vorarlberg ist sehr gut.” Lobende Worte fand er auch für das Schulsportzentrum und alle Mitarbeiter dieser Bildungseinrichtung: “Sie sind geschult, mit Kindern umzugehen.” Nach Ansicht Miedlers war die Bundesmeisterschaft, von der Eröffnungsfeier bis zur Siegerehrung, “für alle wieder ein großes Erlebnis und ein Höhepunkt des Schulschaches”.

Ruhe am Schachbrett

Zur Förderung des Schachsports an den Schulen wurde eine Initiative gegründet, die den Titel “Das Schachpaket” trägt. Jede Schule konnte ansuchen um ein kostenfreies Schulschachpaket. “Wir haben über tausend Schulen, wo Schach täglich in unterschiedlicher Weise gespielt wird als unverbindliche Übung, teilweise in den Unterricht eingebaut als Lernförderung”, teilte Miedler weiters mit. Beim Schachspiel könne man ab der Kindergarten- und Volksschulzeit beobachten, “dass der Geist sich mit dem Körper vereint und die innerliche Ruhe dann auch auf das Schachbrett übertragen wird”, machte der Mitarbeiter des Ministeriums begeistert aufmerksam.

Die Endrangliste:

1. VS Institut Neulandschulen Laaerberg (Wien)
2. VS St. Florian (Oberösterreich)
3. VS Kumberg (Steiermark)
4. VS Dornbirn Oberdorf (Vorarlberg 1)
5. VS Pöchlarn (Niederösterreich)
6. VS Bregenz Mehrerau (Vorarlberg 2)
7. VS Josefiau (Salzburg)
8. VS Neudörfl (Burgenland)
9. VS Dreiheiligen (Innsbruck)
10. Praxis VS der PH Kärnten (Kärnten)

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