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Fahey Präsident, Europa blamiert

Mit einem politischen Trauerspiel ist die 3. Welt-Antidoping-Konferenz in Madrid zu Ende gegangen. Zudem wurde ein neuer Antidoping-Code verabschiedet.

Gegen den erbitterten Widerstand der fünf europäischen Vertreter im 36-köpfigen Aufsichtsrat wurde der Australier John Fahey als Nachfolger des Kanadiers Dick Pound zum neuen Präsidenten der Welt-Antidoping-Agentur WADA gewählt. “Der Rest der Welt fühlt sich düpiert. Europa hat der WADA geschadet und sich selbst. Sie werden dies noch in Jahren bedauern”, kommentierte Pound das Schmieren-Theater. Als “wenig hilfreich” bezeichnete auch IOC-Vize Thomas Bach die Vorgänge: “Umso mehr sind nun alle aufgerufen, den neuen Präsidenten zu unterstützen. Wir müssen die Dopingseuche bekämpfen, nicht uns gegenseitig.”

Fahey wurde mit 32 Stimmen bei vier Enthaltungen gewählt (ein Europäer hob die Hand im falschen Moment). Neuer WADA-Vize wird der Schwede Arne Ljungqvist, Leiter der Medizinischen Kommission des IOC. Sie treten ihr Amt zum 1. Januar 2008 für drei Jahre bis Ende 2010 an. Beide zeigten sich überzeugt, die “europäische Blockade” schnell beenden zu können.

Zuvor war die Konferenz mit der Neufassung des WADA-Codes von 2003 und der „Deklaration von Madrid” abgeschlossen worden. Die Resolution verpflichtet alle Organisationen des Sports, ihre Statuten bis spätestens 1. Jänner 2009 dem neuen Code anzugleichen. Gleichzeitig werden alle Regierungen aufgerufen, bis zum gleichen Zeitpunkt die UNESCO-Konvention gegen Doping zu unterzeichnen und damit den Code als universell verbindlich anzuerkennen. Bisher ist dies erst in 71 Ländern erfolgt.

Zu den wichtigsten Änderungen im Code zählt die erweiterte Kronzeugenregel, die eine Reduzierung der Strafen um bis zu 75 Prozent erlaubt. Künftig kann in begründeten Einzelfällen von der zweijährigen Normsperre bei Doping-Erstvergehen sowohl nach oben (auf bis zu vier Jahre) als auch nach unten abgewichen werden. Eine positive A-Probe hat ab 2009 grundsätzlich die sofortige Suspendierung zur Folge. Die Öffnung der B-Probe – falls beantragt – muss spätestens sieben Tage später erfolgt sein. Damit werden die Verfahren erheblich beschleunigt.

Nach dem Vorbild von Olympischen Spielen sollen ab 2009 auch Weltmeisterschaften und andere Großereignisse “in aller Regel” nicht mehr in Länder vergeben werden, die den Code nicht an akzeptiert haben. Regierungen, die nicht der UNESCO-Konvention beigetreten sind, dürfen im WADA-Aufsichtsrat nicht mehr vertreten sein. “Unsere Klingen im weltweiten Dopingkampf sind geschärft worden”, zog Pound zufrieden Bilanz.

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WADA
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