Facebook kauft WhatsApp: 11 Fakten zum Mega-Deal von Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg freut sich über die vielen zusätzlichen Userdaten.
Mark Zuckerberg freut sich über die vielen zusätzlichen Userdaten. ©APA, AP
Palo Alto - 19 Milliarden Dollar ist Facebook der Kurznachrichtendienst WhatsApp wert. Damit hat sich das Soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg das größte Telefonverzeichnis der Welt gekauft. 
Die Werbelüge Facebook

Wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg wissen ließ, waren sich WhatsApp-Gründer Jan Koum und er schnell handelseinig. Bei einer Kaufsumme von 19 Millarden Dollar scheint dies aber kein Wunder zu sein. Wie die New York Times berichtet, verhandelten die beiden seit rund zwei Jahren. Vor zwei Wochen hätte Zuckerberg dem WhatsApp-Chef dann ein konkretes Angebot gemacht, das dieser nicht mehr ausschlagen konnte. Doch warum greift Zuckerberg so tief in die Tasche? Wir haben elf Fakten zum Mega-Deal für Sie.

1. Das größte “Telefonbuch” der Welt

Facebook ist jetzt im Besitz von einem der größten “Telefonbücher” der Welt. Die Telefonnummern der Nutzer sind verifiziert, aktiv und können eindeutigen Accounts sowie Freundeskreisen und Gruppen-Chats zugeordnet werden. Wenn Facebook beginnt, die Telefonnummern mit den eigenen Accounts abzugleichen, wird das Soziale Netzwerk aus Kalifornien auch zahlreiche Fake-Accounts identifizieren können. Diese Mega-Datenbank wird Facebook noch weitere Aufschlüsse über die Nutzer geben.

fb-app
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2. WhatsApp ist viel intimer als Facebook

WhatsApp-User schätzen die direkte Kommunikation mit einem oder mehreren Freunden. Nun bekommt Facebook auch den direkten Kontakt mit Nutzern, für die das Soziale Netzwerk viel zu öffentlich ist. Zudem ist WhatsApp viel intimer, was auch bedeutet, dass Facebook in Zukunft Zugriff auf diese sehr privaten Gespräche zwischen Usern erhält.

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3. Schnelleres Wachstum

Vor allem im US-Markt ist Twitter ein direkter Konkurrent von Facebook. WhatsApp wiederum wächst viel schneller als Twitter und auch Facebook, wodurch das Zuckerberg’sche Netzwerk im direkten Konkurrenzkampf ein weiteres Ass im Ärmel hat. Twitter kann zunehmend unter Druck gesetzt werden und mit dem Kauf von WhatsApp wurde ein weiterer Rivale ausgeschaltet und dem eigenen Portfolio hinzugefügt.

 

4. Facebook lehnte Zusammenarbeit ab (2009)

So schnell ändern sich die Zeiten: 2009 lehnte Facebook noch eine Zusammenarbeit mit WhatsApp ab. WhatsApp-Mitgründer Brian Acton twitterte damals die Absage.

5. WhatsApp konkurrenziert den Facebook Messenger

27 Milliarden Textnachrichten werden täglich via WhatsApp verschickt. Obwohl Facebook mit dem Instant Messenger über einen eigenen Dienst verfügt, konnte das Wachstaum von WhatsApp nicht gestoppt werden. Aus diesem Grund musste Zuckerberg handeln.

Facebook
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6. 42 Dollar pro User

Rund 450 Millionen aktive User hat WhatsApp weltweit. Das Volumen des gesamten Deals beträgt rund 19 Milliarden Dollar. So gesehen hat Facebook für jeden Nutzer  rund 42 Dollar bezahlt.

Jan Koum verkaufte WhatsApp an Facebook
Jan Koum verkaufte WhatsApp an Facebook

7. Start-up mit 50 Mitarbeitern

WhatsApp ist ein Start-up mit lediglich 50 Mitarbeitern, das von Jan Koum und Brian Acton (ehemalige Yahoo-Mitarbeiter) gegründet wurde. Insgesamt gibt Facebook Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar an die Mitarbeiter aus.

8. 4 Milliarden Dollar in Cash

Das Gesamtvolumen des Deals beträgt 19 Milliarden Dollar. Davon muss Facebook insgesamt 4 Milliarden Dollar in bar ausbezahlen. 12 Milliarden Dollar zahlt Facebook in Aktien. Drei Milliarden werden wie in Punkt sieben beschrieben an die Mitarbeiter ausgegeben.

Space Station
Space Station

9. Kaufpreis so hoch wie das Budget der NASA

In der Technologie-Branche hat der Kaufpreis für großes Kopfschütteln gesorgt. Und das ist kein Wunder, denn dieser entspricht im Vergleich dazu dem Jahresbudget der NASA.

10. Facebook kauft Konkurrenz auf

Ein großer Vorwurf aus der Tech-Gemeinde in Richtung Facebook wird allerdings immer lauter. Zuckerberg kauft immer mehr Unternehmen auf anstatt die eigenen Produkte zu verbessern und sich selbst weiterzuentwickeln. Das war auch schon bei Instagram der Fall, das Zuckerberg für eine – läppische – Milliarde Dollar kaufte.

facebook-whatsapp
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11. Bleibt WhatsApp werbefrei?

Angeblich soll WhatsApp wirklich werbefrei bleiben. Kurzfristig vermutlich auf jeden Fall, mittel- bis langfristig ist davon auszugehen, dass WhatsApp ebenfalls zum großen Werbeplatz wird. Facebook wird – abgesehen von den äußerst wertvollen User-Daten – vermutlich nicht darauf verzichten können um den Mega-Deal mit WhatsApp refinanzieren zu können. (MSP)

 

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