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Niedrige Inflation: EZB bereit für weitere Maßnahmen

Weiter Angst vor Deflation
Weiter Angst vor Deflation
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik am Donnerstag zwar nicht gelockert und den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent belassen. Zur gleichen Zeit bereiten sich die Währungshüter jedoch auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die zu niedrige Inflation vor.
EZB auf der Anklagebank
Schlechte Zeiten für Sparer

Der Rat der EZB habe seinen Mitarbeiterstab beauftragt, rasch weitere Instrumente für den Notfall vorzubereiten, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt.

Instrumente für Notfall in Vorbereitung

Diese Instrumente sollten jedoch nur eingesetzt werden, wenn die bereits beschlossenen Maßnahmen im Kampf gegen den geringen Preisauftrieb und die Konjunkturschwäche nicht ausreichten. Spekuliert wird etwa über den Kauf von Unternehmens-, aber auch von Staatsanleihen.

Leitzins bleibt auf Rekordtief von 0,05 Prozent

Zunächst lockerte die Notenbank ihre Geldpolitik am Donnerstag nicht weiter. Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt. Von September auf Oktober stieg die Jahresteuerung im Euroraum zwar leicht von 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent, sie liegt damit aber weiter deutlich unterhalb der EZB-Zielmarke von 2,0 Prozent.

Niedrige Teuerungsrate: Keine Änderung in Sicht

Auf diesem Niveau sprechen die Währungshüter von stabilen Preisen. Billiges Geld heizt üblicherweise die Inflation an. Doch an der niedrigen Teuerungsrate dürfte sich trotz der seit Jahren anhaltenden Geldschwemme der EZB auch nach eigener Prognose der Notenbank so schnell nichts ändern: Für 2014 erwartet die EZB einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Für 2015 dann um 1,1 Prozent, 2016 schließlich um 1,4 Prozent.

Zinsschraube: “Wir sind bereits am unteren Ende”

Volkswirte hatten vor der EZB-Sitzung nicht mit weiteren Maßnahmen der Notenbank gerechnet. An der Zinsschraube können die Währungshüter ohnehin nicht mehr drehen, wie EZB-Präsident Mario Draghi schon nach der Leitzinssenkung im September erklärt hatte: “Wir sind bereits am unteren Ende.” Zudem laufen seit Oktober zwei neue Anti-Krisen-Pakete, deren Wirkung sich erst noch entfalten muss.

Aktuell hofft Draghi, Geschäftsbanken über den Ankauf von Kreditpaketen (Asset Backed Securities/ABS) und Pfandbriefen entlasten zu können. Das soll den Instituten Freiräume für neue Darlehen verschaffen und so die lahmende Kreditvergabe in Schwung bringen.

Stichwort I: Der Leitzins

Der Leitzins ist das wichtigste Instrument der Europäischen Zentralbank (EZB). Er ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei der Notenbank ausleihen können, um es dann zum Beispiel als Kredit an ihre Kunden weiterzugeben. Daher kann ein niedriger Leitzins die Konjunktur ankurbeln. Kredite werden – so die Idealvorstellung – günstiger, Unternehmen können Investitionen leichter finanzieren. Gleichzeitig lohnt sich Sparen bei niedrigen Zinsen für Verbraucher weniger. Da sie ebenfalls an günstigere Kredite kommen, resultiert daraus womöglich mehr Konsum – und ein Impuls für die Wirtschaft. Die EZB hat den Leitzins am Donnerstag auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt.

(APA/red)

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