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Explosion bei Liebherr: Betroffene Schüler erhalten professionelle Hilfe

Zwei verletzte Schülerinnen werden noch im Krankenhaus behandelt
Zwei verletzte Schülerinnen werden noch im Krankenhaus behandelt ©VOL.at/Pascal Pletsch
Nenzing – Nach dem tragischen Explosionsunglück bei der Firma Liebherr am Dienstag Nachmittag erhalten die betroffenen Schüler nun professionelle Hilfe.

Vier Schülerinnen der Mittelschule Nenzing erlitten bei der Explosion einer Lehrlingslackierbox des Nenzinger Kranherstellers Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Wie der Direktor der Schule, Heinz Tinkhauser, am Mittwoch Vormittag bestätigte, konnten zwei der Mädchen bereits in die häusliche Pflege entlassen werden. Die beiden anderen Verletzten werden noch wegen Verbrennungen weiter im Krankenhaus behandelt.

Schulklasse auf Berufsinformationstag

„Die Mittelschule Nenzing veranstaltet für seine Schüler regelmäßig Informationstage bei Unternehmen im Walgau, um dadurch auch einen Motivationsschub für die künftige Berufswahl zu erreichen“, erklärt der Direktor im Gespräch mit VOL.AT. Mit der Firma Liebherr wurden auch in den vergangenen Jahren mehrfach solche Informationstage abgehalten. Der Unfall am Dienstag sei leider ein tragisches Ereignis.

Wie bei diesen Besuchen üblich wird die Klasse in mehrere Gruppen aufgeteilt. So wurde am Dienstag  jeweils einer Gruppe von Schülern einer dritten Klasse die Schlosserei, die Elektrotechnik, die Planung und eben auch die Lackiererei vorgestellt. In der Lackiererei waren zum Zeitpunkt des Unglücks insgesamt fünf Schülerinnen, von denen eine glücklicherweise unverletzt blieb. Es befanden sich im weiteren Umfeld auch Lehrpersonen, die den Ausflug begleiteten, von der Explosion aber unmittelbar nicht betroffen waren. Eine der Begleitlehrerinnen, selbst bei der Rettung tätig, leistete unmittelbar nach dem Unglück Erste Hilfe. Wie bereits bei der Pressekonferenz am Dienstag Nachmittag erklärt wurde, hat die Erstversorgung vor Ort sehr gut funktioniert. Neben dem professionellen Rettungspersonal haben auch Mitarbeiter des Unternehmens, die als Ersthelfer ausgebildet sind, für eine rasche und umfassende Hilfe gesorgt.

Professionelle Betreuung der Betroffenen

Am Mittwoch Vormittag fand an der Schule bereits eine Veranstaltung mit dem schulpsychologischen Dienst und unter Begleitung von zwei Polizeibeamten statt, bei der die Schüler Fragen stellen konnten und Informationen über den Unfall erhielten. Wie Direktor Tinkhauser ausführt, nahmen die Schüler sehr interessiert an der Veranstaltung teil und stellten viele Fragen. Die unmittelbar betroffenen und verletzten Schülerinnen erhalten ebenfalls professionelle Hilfe und werden von den Schulpsychologen auch längerfristig betreut, um das Erlebte aufzuarbeiten.

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