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Expat-Studie: Wien bleibt eine unfreundliche Stadt

Wien bleibt für Expats eine der unfreundlichsten Städte der Welt.
Wien bleibt für Expats eine der unfreundlichsten Städte der Welt. ©pixabay.com
Eine Expat-Studie hat ergeben, dass Wien weiterhin eine der unfreundlichsten Städte bleibt. Die Hauptstadt landete auf Rang 65 von 72 und zählt weltweit für Expats als unfreundlich.

Österreichs Hauptstadt bleibt mit Rang 65 von 72 in der Kategorie “Freundlichkeit” eine der unfreundlichsten Städte weltweit für Expats, also von Firmen ins Ausland entsandte Mitarbeiter. Das verrät das “Expat City Ranking 2018” mit mehr als 18.000 befragten Personen, die im Ausland arbeiten und leben. Im Gesamtranking liegt Wien mit Platz 34 von 72 im Mittelfeld.

Sprachbarriere macht Wien unfreundlich

Grund für die schlechten Ergebnisse in punkto Freundlichkeit könnte die Sprachbarriere sein: Fast die Hälfte (48 Prozent) fand, dass man in Wien ohne Kenntnisse der Landessprache nicht zurechtkommt. Anschluss zu finden scheint für Expats jedoch leichter geworden zu sein: 42 Prozent meinten, dass es einfach sei, neue Freunde zu finden – elf Prozent mehr als 2017.

“Wenn man erst einmal mit den Österreichern Freundschaft geschlossen hat, dann ist ihnen diese sehr wichtig”, stellte ein Expat aus Venezuela fest. Am unfreundlichsten ist man laut der Umfrage in Riad, Stockholm und Stuttgart.

Positiv: Lebensqualität in Wien

Deutlich verschlechtert hat sich die Zufriedenheit mit der politischen Stabilität in der Bundeshauptstadt: Nur mehr 68 Prozent der Befragten bewerteten diese als positiv, während es 2017 noch 83 Prozent waren. “Ich bin unzufrieden mit der derzeitigen Regierung und der Präsenz von rechten Parteien darin”, wie eine Person aus der Schweiz anmerkte. Beim Thema Finanzen & Wohnen fanden 43 Prozent, dass es leicht sei, in Wien eine Wohnung zu finden (versus 52 Prozent weltweit). Darüber hinaus gaben viele Expats an, mit ihren persönlichen Finanzen zu kämpfen.

Punkten konnte Wien wie gewohnt beim Thema Lebensqualität und bleibt mit Platz sechs in den Top Ten. Bestnoten gibt es in der Rubrik Transport & Verkehr. Neun von zehn Expats in Wien sahen die Umweltqualität der Stadt (91 Prozent) und ihre persönliche Sicherheit (92 Prozent) positiv. Zufriedener waren Expats in Wien mit ihrem Sozialleben – 61 Prozent aktuell im Vergleich zu 53 Prozent im Jahr 2017.

Taipeh, Singapur und Manama beliebt

Die drei besten Metropolen für Expats sind Taipeh – die bei ihnen auch als freundlichste Stadt der Welt gilt -, Singapur und Manama. Am anderen Ende der Skala rangiert Riad auf dem letzten Platz, gefolgt von Dschidda und Rom.

Die Rangliste beruht auf der diesjährigen “Expat Insider Studie” des Münchner Unternehmens InterNations. Herangezogen wurden Bewertungsfaktoren wie Lebensqualität, Eingewöhnung vor Ort, Berufsleben, persönliche Finanzen und der Wohnungsmarkt.

(APA/Red)

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