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Europa muss sich auf Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber einstellen

Die Asiatische Buschmücke ist inzwischen auch im Süddeutschen Raum angesiedelt
Die Asiatische Buschmücke ist inzwischen auch im Süddeutschen Raum angesiedelt ©APA bzw. Centers for Disease Control - Jame
Im Zuge von Klimawandel und Globalisation bringen Mücken und Zecken tropische Infektionserkrankungen zunehmend nach Europa. Forscher warnen vor Ausbrüchen.
Mücken bringen Tropenkrankheiten nach Europa
NEU

Das Verbreitungsgebiet der Überträger etwa von Dengue-Fieber, Leishmaniose oder Chikungunya vergrößere sich rapide, mahnen Forscher. Über neue Erkenntnisse berichten sie auf dem Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) bis 16. April in Amsterdam.

Dengue-Ausbrüche in Frankreich, West-Nil-Fieber in Mitteleuropa

Als Gründe für die Entwicklung nennen Forscher in einer Mitteilung zum Kongress unter anderem den Klimawandel und die zunehmende Globalisierung. Diese Veränderungen ermöglichten es Mücken und Zecken, neue Lebensräume in Europa zu erschließen. In den vergangenen zehn Jahren habe es etwa in Frankreich und Kroatien Dengue-Ausbrüche gegeben, in Griechenland sei Malaria aufgetreten, in Italien und Frankreich Chikungunya und in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas das West-Nil-Fieber. Allein von dieser Erkrankung wurden 2018 in den EU-Mitgliedstaaten mehr als 1.500 Fälle registriert.

“Wir werden mit solchen tropischen Infektionen umgehen müssen”

Längere Hitzeperioden verlängerten das Zeitfenster für die Ausbreitung solcher Erkrankungen und begünstigten größere Ausbrüche, betonte Giovanni Rezza vom Istituto Superiore di Sanita in Rom. “Wir müssen uns darauf vorbereiten, mit solchen tropischen Infektionen umzugehen.” So könnten etwa Sandmücken bis Ende der 2060er-Jahre ihr Verbreitungsgebiet in Frankreich und Deutschland deutlich ausweiten, berichten Experten weiter. Die Mücken können die Erreger der Leishmaniose übertragen.

“Ausbrüche antizipieren und frühzeitig eingreifen”

“Angesichts der anhaltenden Verbreitung von invasiven Mücken und anderen Überträgern in ganz Europa müssen wir Ausbrüche antizipieren und frühzeitig eingreifen”, erklärte Jan Semenza vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Die Gesundheitsbehörden müssten die Überwachung verbessern und Frühwarnsysteme einrichten.

(APA)

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