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Ethiker fordert: Impfen oder auf Behandlung verzichten!

Man dürfe das Feld nicht "Querdenkern und Impfgegnern" überlassen, sagt Henn.
Man dürfe das Feld nicht "Querdenkern und Impfgegnern" überlassen, sagt Henn. ©APA/dpa/Christoph Soeder, ethikrat.org
Drastische Forderung des deutschen Medizinethikers Wolfram Henn: Impfverweigerer sollen unterschreiben, dass sie im Notfall kein Intensivbett wollen.
Experte: Darauf kommt es bei Schutzmasken an

Der deutsche Humangenetiker und Medizinethiker Wolfram Henn macht nun Druck auf die Impfgegner. Das Mitglied im Deutschen Ethikrat fordert alle Impf-Verweigerer auf, im Krankheitsfall auf alle Notfallmaßnahmen zu verzichten. Die Skeptiker sollen seiner Meinung nach schriftlich festhalten, dass sie im Notfall keine Behandlung wollen.

In seinem Brandbrief fordert Henn: Corona-Impfverweigerer sollten ein Dokument bei sich tragen mit dem Inhalt: "Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte, bitte schön, auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: 'Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen'".

Henn stellt seine Forderung klar

In einem anschließenden Interview mit dem "WDR" führt Henn seine erhobenen Forderungen so aus: "Ich habe auch nicht gefordert, dass die Leute auf eine Behandlung verzichten sollen. Sie sollen sich vielmehr hinsetzen und eine Patientenverfügung, die ja jederzeit mündlich widerrufbar ist, aufstellen und damit zu Ende denken, was die Konsequenzen ihres Handelns wären. Dass am Ende im Notfall niemand auf eine Behandlung verzichten wird, ist doch vollkommen klar. Es geht darum, dass Menschen, die ganz schnell ganz kritisch sind und sagen, wogegen sie sind, doch sagen sollen, wofür sie stattdessen sind. Und wenn sie sich gegen etwas wenden, dann sollen sie die Konsequenzen ihres Handelns wirklich bis zum Ende durchdenken."

"Kein Einfluss auf das Erbgut"

Außerdem versucht der Humangenetiker den Skeptikern ihre Bedenken zu nehmen. Der RNA-Impfstoff – wie der von Biontech und Pfizer– habe keinen Einfluss auf das eigene Erbgut. "Dafür gibt es überhaupt gar keinen biologischen Mechanismus. Ich selber werde mich sobald wie möglich impfen lassen. Und ich kenne keinen Genetiker, der das anders sieht."

Man dürfe das Feld nicht „Querdenkern und Impfgegnern“ überlassen, sagt Henn.

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(Red.)

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