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"Es war für uns alle eine nicht einfache Zeit"

Kurt Egger, Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, war am Donnerstag zu Gast in "Vorarlberg LIVE".
Kurt Egger, Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, war am Donnerstag zu Gast in "Vorarlberg LIVE". ©VOL.AT
Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger ortet Arbeitswille im Land.

32 Stunden-Woche? Da kommt Kurt Egger, Generalsekretär des österreichischen Wirtschaftsbundes im VorarlbergLIVE-Gespräch mit Pascal Pletsch so richtig in Fahrt. "Das ist doch eine Illusion. Wir haben im Land 220.000 offene Stellen, werden bald einmal 340.000 haben. Wo nehmen wir die Arbeitskräfte her? Statt durch mehr Arbeit gegenzusteuern, wird weniger Arbeit gefordert. Das geht doch nicht."

Egger geht es dabei nicht nur um die Betriebe in der Privatwirtschaft. "Wir müssen doch auch den öffentlichen Bereich berücksichtigen. Wie soll durch eine solche Maßnahme der Betrieb in Spitälern, in  der Betreuung oder bei der Polizei bewältigt werden?", fragt sich der Wirtschaftsbündler.

Dabei würde er durchaus Betriebe kennen, wo es gute Lösungen am Standort gebe. "Das ist dann aber eine Sache der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen. Eine sechste Urlaubswoche oder mehr Homeoffice sind da gefragte Zugänge." Gerne spricht Egger in diesem Zusammenhang von einer "kleinen Sozialpartnerschaft". Besonders bei jungen Leuten orte er eine große Bereitschaft, mehr zu arbeiten, wenn dabei auch entsprechendes für sie herausschaue.

Grundsätzlich gehe es darum, eine längere Arbeitszeit attraktiv zu machen.

Vertrauen in neues Team

Stichwort Wirtschaftsbund und Vorarlberg. Da gibt es auch für den Bundes-Generalsekretär wenig zu lachen. "Das war weit über die Vorarlberger Landesgrenze hinaus für uns alle keine einfache Zeit. Aber jetzt gibt es in Vorarlberg ein neues Team. Das Vertrauen wird wieder zurückkommen", ist Egger überzeugt.

Die gesamte Sendung

Anpassung

Die neuen Herausforderungen der Wirtschaft sieht der Wirtschaftsbund-Generalsekretär bewältigbar. Er erlebe immer wieder Betriebe, die sich hervorragend an neue Rahmenbedingungen anpassen würden. Bestärkt in dieser Sicht der Dinge hätte ihn unter anderem ein Besuch bei der Firma Haberkorn, von dem er sich tief beeindruckt zeigt.

Als Nationalratsabgeordneter wolle er den jüngsten Debatten über "Bargeld in die Verfassung" und "Normalität" nicht zu viel Bedeutung beimessen. "Aber es ist halt so, dass diese Dinge viele Menschen beschäftigen. Der Bundeskanzler greife das auf.

Die Sendung "Vorarlberg LIVE" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT)

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