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„Es war eine richtige Rennbahn“

Der neue Mini-Kreisel am Wiesenrain soll den Durchzugsverkehr entschleunigen.
Der neue Mini-Kreisel am Wiesenrain soll den Durchzugsverkehr entschleunigen. ©bvs
Beim Grenzübergang Wiesenrain beruhigen Bremsschwelle sowie ein Mini-Kreisel den Durchzugsverkehr.
Mini-Kreisel am Wiesenrain

Lustenau „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Manfred Hagen (Grüne), Mitglied des Mobilitätsausschusses in Lustenau, über den seit gut einem Monat installierten Mini-Kreisel vor dem Grenzübergang Wiesenrain. Dieser soll den Durchzugsverkehr entschleunigen und die Autofahrer vom Gaspedal bringen. Direkt beim Grenzübergang wurde vom Land zusätzlich eine Bremsschwelle angebracht. Auch die Tempobeschränkung von der Grenze bis zum Mini-Kreisel von 50 auf 40 km/h begrüßt Hagen.

Kegel inmitten der Fahrstraße

„Viele Anrainer haben sich bei uns beschwert, dass die Autofahrer viel zu schnell vom Grenzübergang runterfahren. Es war eine richtige Rennbahn“, erklärt Hagen. Nun wurde vom Land ein Mini-Kreisel angebracht, um den Verkehr zu entschleunigen und mehr Sicherheit für alle Beteiligten im Straßenverkehr zu schaffen. Vorbild für den neuen Mini-Kreisel war jener in Dornbirn beim ehemaligen Schlachthaus. „Die Situation hat sich nun zwar etwas verbessert, ganz optimal ist es jedoch noch nicht“, sagt Hagen. Dem stimmt auch Mathias Blaser (ÖVP) vom Mobilitätausschuss zu. „Viele Autofahrer fahren einfach gerade über den Kreisel“, so Blaser. Beide würden es begrüßen, wenn in der Mittel des Kegels noch ein Absatz angebracht würde. „Dann müssten die Autofahrer den Kreisverkehr als Kreisel ansehen und könnten nicht gerade darüberfahren“, so Blaser. Dennoch erkennen sie eine Verlangsamung des Durchzugsverkehrs.

Zebrastreifen für Fußgänger

Ein Zebrastreifen, der die Fußgänger sicher von der Reichenauerstraße zur Bushaltestelle überqueren lässt, ist im Moment noch nicht angebracht. „Gerade für jene, die über die Straße zu Fuß gehen wollen, braucht es an dieser Stelle einen Schutzweg“, so Blaser. Er hofft, dass dieser noch nachträglich angebracht wird. Viele Autofahrer haben den Kreisel akzeptiert, bei anderen wiederum herrscht Verwirrung über die Neuerung und die damit verbundene geänderte Vorrangregelung. „Manche Autofahrer bleiben sogar im Kreisel stehen und wissen nicht, wer zuerst fahren darf“, erzählt ein betroffener Anrainer beim Vorüberspazieren. Er habe schon einige skurrile Szenen beim neuen Kreisel beobachtet. Er bestätigt, dass man als Fußgänger bereits jetzt schon besser über die Straße kommt, da die Autofahrer langsamer unterwegs sind und auch jene realisieren, die über die Straße gehen möchten. Bvs

 

Was halten Sie von dem neuen Mini-Kreisel?

„Ich bin oft hier beim Grenzübergang. Entweder bin ich mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs. Der Kreisel ist nicht optimal. Früher war dies eine normale Durchgangsstraße. Bei dem Kreisel fährt jeder, wie er denkt.“ Andreas Vetsch (66), Balgach (CH)

 

„Der Kreisel hat die Situation hier leider nur leicht verbessert. Zwar entschleunigt er die Geschwindigkeit bei manchen, andere fahren immer noch viel zu schnell auf diesem Straßenabschnitt.“ Nagihan Ucar (34), Lustenau

 

„Gerade in der Nacht gelten hier andere Regeln. Die Autofahrer fahren genauso schnell wie vor der Zeit des Kreisels. Das hört man und wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, sehe ich es. Sie fahren gerade darüber.“ Dominik Knapp (18), Lustenau

 

„Die Situation ist deutlich besser geworden. Der Durchzugsverkehr ist langsamer geworden, da er abgebremst wird. Leider halten sich manche nicht an den Kreisverkehr und ignorieren ihn einfach.“ Hartmut Hämmerle (67), Lustenau

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