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„Es ist wie ein Zauber, der mich erfasst“

Merry Christmas: Sabine Strasser genießt die Zeit vor Weihnachten beim Dekorieren.
Merry Christmas: Sabine Strasser genießt die Zeit vor Weihnachten beim Dekorieren. ©Edith Hämmerle
Sabine Strasser bringt ihr Haus im Advent zum Leuchten.
Glänzende Adventzeit

Dornbirn. Der Advent, die Vorweihnachtszeit, ist ihre liebste Zeit. Das Dekorieren erfüllt sie. Es sei wie ein Zauber, der sie alljährlich erfasst. Doch heuer ist alles ganz anders. Nach 23 Jahren ist eine Lücke entstanden. Ihr Stand, ihr geschmücktes Weihnachtshäuschen vor dem Roten Haus am Marktplatz fehlt. „Und natürlich alle anderen Häuschen samt dem vorweihnachtlichen Marktflair“, beschreibt Sabine Strasser ihre wehmütige Stimmung im Corona-Jahr. Natürlich fällt viel Stress weg und es bleibt mehr Zeit für die Familie, gewinnt sie dem Ganzen auch eine positive Seite ab. Zum Beispiel hat sie heuer wieder einmal Kekse gebacken, obwohl Tochter Kathi meinte: Mama, das wird nichts, nach 23 Jahren hast du es verlernt. Über das Resultat war sie, samt Papa Martin hinterher dann doch verblüfft, erzählt Sabine und auch Tochter Sarah war von der Weihnachtsbäckerei überrascht. Und nicht zuletzt blieb mehr Zeit zum Dekorieren daheim.

Mehr Glanz im Haus

So hat die 50-jährige Dornbirnerin das Haus in Kehlegg für ihre Familie in noch mehr Glanz und Glitzer gehüllt als in den Jahren davor. Schon im Eingangsbereich bekommt jeder Besucher einen weihnachtlichen Vorgeschmack, der sich durch das ganze Haus zieht. Im Vorraum leuchtet eine Stadt in Miniatur im Lichtermeer. Der Zauber breitet sich bis in den Garten aus. Dort sorgt dieses Jahr zusätzlich ein überdachter Weihnachtsstand für Gemütlichkeit bei Glühwein oder Punsch. Doch das Ganze sei immer eine Gratwanderung zwischen Dekor und Kitsch, meint sie. Da schaut sie immer drauf, dass Letzteres nicht zu viel wird, dass alles farblich in einem warmen Ton harmoniert. Natürlich soll auch was für Ella, ihr Enkelkind, dabei sein. „Die Augen von Ella glänzen jedes Mal, wenn sie kommt, und der Weihnachtsmann auf dem Dach leuchtet speziell für sie“, erzählt Oma Sabine mit Freude. Apropos Oma: Noch am selben Tag des Gesprächs mit der VN-Heimat hatte es der kleine Pius Jodok sehr eilig auf die Welt zu kommen. So machte er Sabine, früher als erwartet, zur zweifachen Oma.

Weihnachtsrummel

Trotz allem: Der Trubel, der für sie in dieser Zeit dazugehört, geht ihr ab, die Leute, die vielen Stammgäste am Stand auf dem Christkindlemarkt, die Gespräche“, das alles vermisst sie sehr und gesteht ein: „Eigentlich brauche ich den Stress, wenn ich unter Strom stehe, bin ich am Kreativsten.“ Und ihr kreatives Talent wurde bereits zweimal ausgezeichnet. Zwischen dem Adventschmuck im Hausgang hängen zwei Urkunden, die sie beim Dekorationswettbewerb 2000 und 2001 für den schönsten Stand am Dornbirner Christkindlemarkt überreicht bekam. „Das macht einen schon ein bisschen stolz, vor allem ist es eine Bestätigung, dass du es kannst“, merkt sie noch an. So hofft sie, dass im nächsten Jahr Corona vorbei sein wird und am Christkindlemarkt alles wieder so, wie es einmal war. EH

 

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