„Es ist jetzt Zeit zu handeln“

Das letzte Stück zum Kindergarten am Schlatt ist für die Kinder zu einem gefährlichen Unterfangen geworden. Der temporär eingerichtete Gehweg ist weg.
Das letzte Stück zum Kindergarten am Schlatt ist für die Kinder zu einem gefährlichen Unterfangen geworden. Der temporär eingerichtete Gehweg ist weg. ©bvs
Die letzten Meter zum Kindergarten Am Schlatt sind für Kinder zu einem gefährlichen Unterfangen geworden.
"Es ist jetzt Zeit zu handeln"

Lustenau „Es ist schlicht und einfach gefährlich“, beginnt Martin Hollenstein, Vater eines Kindergartenkindes zu erzählen. Beim Kindergarten Am Schlatt hat sich die angespannte Verkehrssituation auch mit Beendigung der Bauarbeiten zweier Wohnanlagen nicht entschärft. Im Gegenteil: „Während der Baustelle hat man für die vielen Kindergarten- und Schulkinder, die diese Straße gehen müssen, einen vorübergehenden Gehweg installiert. Der ist jetzt weg. Und die Kinder teilen sich die Straße mit Anrainerautos, Elterntaxis und Fahrradfahrern“, erzählt Hollenstein. Er fordert, wie viele andere Eltern und Anrainer, eine rasche Lösung von Seiten der Gemeinde.

Rücksichtsloser Verkehr

Am Standort Am Schlatt sind derzeit auch die Kinder vom benachbarten Rotkreuz-Kindergarten untergekommen. Dadurch hat sich das Verkehrsaufkommen im Birkenweg erhöht. „Das wäre kein Problem, würden die Eltern die Autos weiter vorne anhalten und ihre Kinder zu Fuß die letzten Meter zum Kindergarten begleiten“, so Hollenstein. Die Autos weichen, um nebeneinander vorbeizukommen, nun in die Wiese aus, die eigentlich von den Kindern als scheinbar sicherer Weg gewählt wird. „Hier braucht es eine Lösung. Die Autofahrer verbreitern sich den Birkenweg eigenmächtig.“

Schutzweg für Kinder

Ähnlich sieht das auch Elisabeth Hofer, Mutter eines 5-jährigen Jungen. „Die Straße ist zu schmal für alle. Mein Kind geht fast immer alleine zu Fuß zum Kindergarten. Ich sage ihm zwar jeden Tag, er müsse am Rand gehen und gut aufpassen. Doch auch der Rand bietet nur mäßig Schutz.“ Dazu komme, dass Umkehrmanöver der Eltern vor dem Kindergarten oftmals zu brenzligen Situationen führen. Eine Anrainerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, berichtet über oftmals sehr gefährliche Situationen vor dem Kindergarten. „Viele Kinder nehmen diesen Weg zu Fuß. Ich beobachte regelmäßig, wie Autos auf die Wiese ausweichen, damit sie nebeneinander vorbeikommen.“ Sie fände es sinnvoll ein partielles Fahrverbot am Morgen und am Mittag einzurichten. „Das würde die Sicherheit der Kinder wesentlich erhöhen.“

Partielles Fahrverbot

Auf Nachfragen bei Mathias Blaser (ÖVP), Obmann im Mobilitätsausschuss, erfahren die VN Heimat, dass dieses Problem der Gemeinde bekannt sei. „Wir haben die Verkehrssituation am Schlatt im Mobilitätsausschuss behandelt und sind daran, eine Lösung auszuarbeiten“, sagt Blaser. Er hofft, dass die neue Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Herbst durchgeht. „Dann können wir recht zügig die Straße zu einer Schulstraße umwidmen. Das bedeutet, dass dann die Straße zu bestimmten Uhrzeiten nicht für den PKW-Verkehr zulässig ist“, so Blaser. Ausgenommen davon ist der Anrainerverkehr. Die Eltern und die Anrainer hoffen auf eine baldige Lösung, damit sich die angespannte Situation im Sinne der Kinder verbessert. bvs

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