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Ertrinkende sterben still

©sicheresvorarlberg.at
Appell an gegenseitige Aufmerksamkeit

Der Vorfall ereignete sich erst kürzlich im Strandbad Lochau: Ein Jugendlicher im See, die Augen aufgerissen, die Hände auf dem Wasser, so, als ob er sich abstützen wollte, doch aus seinem Mund drang kein Ton, kein Hilferuf, nichts. Ein Badegast hatte die Situation beobachtet. Das Verhalten des Burschen kam ihm seltsam vor. Er informierte die diensthabende Aufsichtsperson Maria der Wasserrettung, die wiederum sofort die nötigen Maßnahmen einleitete. Die Aufmerksamkeit eines anderen rettete dem jungen Mann das Leben. „Gemeinsam sehen wir mehr“, appelliert Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg, gerade jetzt, wo die Freibäder aufgrund der Hitze täglich überfüllt sind, aufeinander zu schauen und im Anlassfall entsprechend zu reagieren bzw. Hilfe zu leisten oder zu holen. „Bademeister und Wasserretter haben nur zwei Augen, und sie können auch nicht überall gleichzeitig sein“, verdeutlicht er, wie wichtig Eigeninitiative ist.

In diesem Zusammenhang räumt Mario Amann mit dem hauptsächlich von Fernsehserien geprägten Klischee vom Hilfe rufenden und wild winkenden Ertrinkungsopfer aus. Das Gegenteil ist der Fall. „Das Atmungssystem dient primär der Atmung und erst sekundär der Sprache“, erklärt er. Ertrinkende haben außerdem in senkrechter Haltung die Arme seitlich ausgestreckt und drücken instinktiv auf das Wasser, um den Körper abzuheben. „Da ist kein Winken möglich“, betont Amann. Umso wichtiger seien gegenseitige Aufmerksamkeit und schnelle Hilfeleistung (Notruf 144).

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der tödlichen Badeunfälle zugenommen. Im vergangenen Jahr starben österreichweit 33 Menschen den „stillen Tod“, wie das Ertrinken auch genannt wird. Die meisten Opfer waren über 60 Jahre alt (16), zehn zwischen 25 und 59, zwei zwischen 15 und 24 und fünf zwischen 0 und 14 Jahre. Bei Senioren besteht das größte Risiko darin, dass sie die Anforderungen, welche die hohen Temperaturen an das Herz-Kreislaufsystem stellt, unterschätzen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Sprünge in unbekannte Gewässer, aber auch Unwissenheit und Selbstüberschätzung beim Aufenthalt in offenen Gewässern die häufigsten Unfallursachen.

Bei Kleinkindern stellen Badebereiche im häuslichen Umfeld, ungesicherte Biotope und Planschbecken, in denen sie unbeaufsichtigt sind, das größte Gefahrenpotenzial dar.

Quelle: SICHERES VORARLBERG/Mario Amann

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