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Erstes NBA-Finale an Pistons

Die Detroit Pistons haben das erste Spiel der NBA-Finalserie gewonnen. Ein überraschend klarer 87:75-Auswärtserfolg bei den Los Angeles Lakers brachte den Pistons die 1:0-Führung in der "best-of-seven-Serie".

Die beiden Lakers-Topstars Shaquille O’Neal (34 Punkte) und Kobe Bryant (25 Punkte) waren zwar erneut in starker Form, aber eine äußerst schwache Darbietung ihrer Teamkollegen führte zur unerwarteten Heimpleite. „Bis auf O’Neal und Bryant haben sie alle anderen aus dem Spiel genommen, noch dazu war ihre Bank diesmal weit stärker als unsere. Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen”, kommentierte Lakers-Coach Phil Jackson die Pistons-Gala.

Chauncey Billups war mit 22 Punkten bester Werfer bei den Siegern, aber herausragend war die starke Defensive. So waren etwa Karl Malone und Gary Payton, die nur auf vier bzw. drei Punkte kamen, diesmal völlig abgemeldet. Pistons-Coach Larry Brown war verständlicherweise hoch zufrieden: „Ich weiß nicht, ob wir jemals besser verteidigen können. Wir haben einen unglaublichen Job gemacht.” Malone hingegen zeigte sich geknickt: „Ich muss die Würfe rein machen und in der Defensive mehr bringen. Vier Punkte sind schrecklich. Das kann mein kleiner Junge auch.”

Während die Lakers-Bank nur auf insgesamt vier Punkte kam, brachten es die Pistons-Ersatzleute auf 19 Punkte. Auch die Trefferquote aus dem Feld (39 gegenüber 46 Prozent) sprach für die Herausforderer aus Detroit.

Für die Lakers, die auf den vierten NBA-Titel in fünf Jahren losgehen, hatte es noch eine knappe 41:40-Pausenführung gegeben. Doch danach übernahmen die Pistons das Kommando und lagen nach dem dritten Viertel mit 64:58 voran. „Sie wollten es heute Nacht einfach ein wenig mehr als wir”, beschrieb O’Neal die Wende zu Gunsten der Pistons. In der Folge war die Führung des Außenseiters nicht mehr gefährdet. „Es war ein Sieg des ganzen Teams”, lobte Corliss Williamson seine Mannschaftskollegen.

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