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Erstes Hochwasser-Todesopfer

Die Unwetterkatastrophe dürfte im Land Salzburg ein erstes Menschenopfer gefordert haben. Im Lungauer Ort Mariapfarr stürzte ein Feuerwehrmann beim Einsatz in einen Fluss.

In Tamsweg wurde er in den Fluten noch einmal gesichtet. Landeshauptmann Schausberger zeigte sich darüber bei einem Pressegespräch tief betroffen.

Um 11.00 Uhr wurde ein Krisenstab einberufen, an dem Vertreter aller Hilfsorganisationen teilnahmen. Nach der Sitzung zog Schausberger eine erste Bilanz: Es sei das schlimmste Hochwasser seit 1959. Besonders betroffen wäre dieses Mal die Landeshauptstadt. Um 11.30 Uhr hatte die Salzach hier einen Pegelstand von acht Metern erreicht. „Bei 8.30 Meter haben wir den „worst case“, dann stehen große Teile der Stadt unter Wasser.“ Auch Vizebürgermeister Karl Gollegger, der in der Stadt den Einsatz leitet, bezeichnete die Lage als sehr, sehr ernst.

Rund 2.700 Feuerwehrleute, 200 Helfer des Roten Kreuzes und 145 Bundesheersoldaten waren im Einsatz. Beim Militär stehen noch 500 Mann zur Ablöse bereit, auch ein Einsatz der Pioniere mit schwerem Gerät sei jederzeit möglich, so Militärkommandant Harald Ertl. Laut Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer sind mittlerweile 70.000 Sandsäcke in Verwendung. Ab dem Nachmittag werde man mit der Ablöse der schön völlig erschöpften Hilfskräfte beginnen.

Laut Michael Staudinger, dem Chef der Wetterdienststelle, ist für Nachmittag und für die kommenden Nacht vor allem im Norden des Landes mit keinem wesentlichen Nachlassen der Regenfälle zu rechnen.

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