AA

Eröffnungsfeier Wasserrad Schleife

Die Betreibergemeinschaft: Markus Summer, Wilfried Ammann und Manfred Bischof
Die Betreibergemeinschaft: Markus Summer, Wilfried Ammann und Manfred Bischof ©Stefan Peter
Rankweil. Am Samstag, den 05. Mai, luden die Betreiber Manfred Bischof, Markus Summer und Wilfried Ammann zur feierlichen Eröffnung ihres neuen Wasserrades.
Mehr Bilder zu: Eröffnungsfeier Wasserrad Schleife

Im Rahmen der Begrüßungsreden von Manfred Bischof, Bürgermeister Martin Summer, Kraftwerksbauer Walter Schuhmann und dem Obmann der Agrargemeinschaft Rankweil, Werner Abbrederis, segnete Pfarrer Mag. Wilfried Blum das Kleinstkraftwerk.

Den trotz des unbeständigen Wetters recht zahlreich erschienenen Besuchern wurde neben Speis und Trank, musikalischer Untermalung auch ein interessantes Rahmenprogramm geboten. Die Betreiber demonstrierten ein kontrolliertes Abschalten und neues Anlaufen des Kraftwerks für Revisionsarbeiten oder den Störungsfall und standen für Fragen zur Verfügung. Es bestand die Möglichkeit, auch die anderen Kleinkraftwerke am Mühlbach zu besichtigen.

Wie bereits berichtet, teilen die drei Jugendfreunde Manfred Bischof, Markus Summer und Wilfried Ammann seit vielen Jahren das gemeinsame Interesse an der geschichtlichen Entwicklung der Marktgemeinde Rankweil und die Begeisterung für erneuerbare Energie. Im Jahr 2006 begannen sie damit, erste Gespräche mit der Gemeinde zu führen und bauten dann 2011 das Kleinkraftwerk in Form eines klassischen Wasserrades. Schon kurz vor Weihnachten konnte erstmals Energie ins Netz gespeist werden. Mit einer Gefällestufe des Mühlbachs von rund drei Metern Höhe unterhalb des St.-Peter-Bühels, einer Breite von 4,25 Metern und einem Durchmesser von 2,74 Metern vermag das Wasserrad, bei einem Wasserzulauf von 1.000 Litern pro Sekunde, eine elektrische Leistung von rund 19 Kilowatt zu erzeugen.

„Wir sind durch das Wasserrad an der Inatura in Dornbirn inspiriert worden“, sagte Manfred Bischof in seiner Ansprache. „So etwas könnte man doch auch in Rankweil errichten, mit der Tradition des Mühlbaches, der seit Jahrhunderten als Nebenarm der Frutz durch Rankweil fließt.“ Er bedankte sich für die große Unterstützung, die den Betreibern entgegen gebracht wurde. „Dank an unsere Frauen, die viel Geduld hatten, an alle Freunde und Helfer, an die Gemeinde für ihre Unterstützung und an das Gemeindearchiv für die Aufarbeitung der historischen Gegebenheiten dieses Standorts. Ich möchte auch Danke sagen, an alle Unternehmen, die außerordentlich gute Leistungen erbracht haben, angefangen vom Baumeister, über den Wasserradbauer, den Zimmermann, bis hin zur Steuerungstechnik. Der Dank gilt natürlich auch den Nachbarn, die die Baustelle aushalten mussten, und auch der Pfarre. Die Pfarre ist direkter Nachbar und wir durften während der Bauarbeiten die Grundstücke vorübergehend benutzen.“

Bürgermeister Martin Summer lobte die vorbildliche Privatinitiative von Manfred Bischof, Markus Summer und Wilfried Ammann. „Zentral gelegen, bietet dieses Kraftwerk einen schönen Einblick in alte Traditionen und uns als Gemeinde war es ein großes Anliegen, diesen Platz hier entsprechend zu gestalten. Ich gratuliere herzlich den Errichtern für dieses sehr gelungene Werk.“ Das Land Vorarlberg hätte mit seinem Ziel der Energieautonomie bis 2050 ein sehr ambitioniertes Projekt gestartet. Die Reaktivierung von bisherigen Standorten am Mühlbach wäre ein großer Beitrag dazu und zugleich die Möglichkeit, eine jahrhundertelange Tradition aufrecht zu erhalten.

Pfarrer Wilfried Blum betonte bei der Segnung der Anlage das Wasser auch als ganz zentralen Aspekt der heiligen Schrift. „Ich finde es schön, dass das Kraftwerk an dieser Straße offen und sichtbar in der Gemeinde ist. Der Mühlbach erinnert uns somit jeden Tag, sichtbar und hörbar, an das Geschenk, das Grundsymbol des Lebens, das Wasser. Denn wo Wasser ist, da ist Leben, wo kein Wasser ist, da ist Dürre und Tod. Speziell diese Art von Mühlrad ist auch eine Entschleunigung. In Ruhe dreht sich dieses Rad und das ist gut in einer so hektischen Zeit mitten in der Gemeinde.“ Zum Abschluss seiner Rede sagte er: „Hier wird Energie erzeugt, und wenn diese gesegnet wird, dann wird ein himmlischer Funke sozusagen in die Gemeinde geleitet. Ich wünsche außerdem, dass es viele himmlische Funken gibt, im Sinne von guten Ideen, guten Impulsen, und sollte es in den nächsten Tagen aus der Steckdose herausfunken, dann ist es nur ein himmlischer Blitz, eingespeist vom wunderbaren Kleinkraftwerk, hier am Mühlbach. Alles Gute und herzlichen Glückwunsch“.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Gemeinde
  • Eröffnungsfeier Wasserrad Schleife
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen