Erde, Samen und etwas Wasser

Ignaz, Tatjana und Alexander von der Lebenshilfe.
Ignaz, Tatjana und Alexander von der Lebenshilfe. ©Emir T. Uysal
„erdreich“ rückte Setzlinge, Sträucher und Kräuter in der Innenstadt in den Fokus.
erdreich (2019)

FELDKIRCH-INNENSTADT Eine Fundgrube für alte Sorten und vergessene Schätze war der Setzlingsmarkt „erdreich“, das vergangene Wochenende nach Feldkirch lud. Rund 20 Anbietende präsentierten im Zentrum der Stadt über 500 seltene Gemüse-, Kräuter- und Beerensorten und stellen diese zum Verkauf. Im Rahmenprogramm konnte man bei Fachvorträgen sein Wissen auf diesem Gebiet erweitern. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: Produkte aus Hanf. Hanf zählt zu den ältesten und am vielseitigsten einsetzbaren Pflanzen der Menschheitsgeschichte. Man nutzte die Pflanze vor der Kriminalisierung auf unterschiedlichste Weise und auch der Konsum von Marihuana war lange Zeit so selbstverständlich, wie für uns die erste Tasse Kaffee am Morgen. Der Setzlingsmarkt „erdreich“ in Feldkirch widmet der alten Kulturpflanze einen Schwerpunkt. Zu entdecken gibt es neben der Pflanze selbst auch zahlreiche aus ihren hergestellten Produkten (ohne berauschende Wirkung) – vom Tee über Öle bis zum Likör.

 

„Super Fruits sind gefragt“

Mit dem Setzlingsmarkt „erdreich“ ist Feldkirch Vorreiter. Der Markt ist Plattform für eine Vielzahl von Vereinen und Institutionen, die sich seit Jahren um den Erhalt von vergessenen Kulturpflanzen und damit um die Geschmacksvielfalt unserer Nahrung bemüht. Das Bewusstsein, dass ein Nahrungsmittel erst wachsen muss und dass dies nur dann wirklich schmeckt, wenn damit behutsam umgegangen wird, steigt. Steigen tut auch der Anspruch an Geschmack und Qualität der Nahrungsmittel.

„Super Fruits, wie die Goji-Beere sind heuer besonders gefragt“, verrät Aussteller Stefan Felder (projekt.Garten). „Raritäten oder Beeren für den Naschgarten im Allgemeinen sind heuer auch beliebt.“

 

Vergessenes Gemüse und Pflanzensorten

Für den Garten Zuhause ist der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Und die Vielfalt ist enorm und erstreckt sich von vergessene Gemüse- und Pflanzensorten bis hin zu hunderten von Kräutern, Paprikas, Chilis, Beeren, Obst, Riebel aber auch Blumen aller Art welche nicht nur der Dekoration dienen, sondern langsam wieder ihren Weg in die Küche finden. So wie die Blüten und Blütenblätter von Duftgeranien, Hornveilchen, Frucht-Salbei, Kapuzinerkresse, Kornblume, Gewürz-Tagetes, Büschelschön, Malve, Phlox, Begonie und Rosen diese können zu Salaten oder als essbare Dekoration zu jeder Speise verwendet werden. ETU

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