"Er zerrte sie in die Büsche"

Dienstag vor einer Woche wurde ein 17-jähriges Mädchen in Dornbirn auf der Höchsterstraße von einem Mann verfolgt und attackiert. Wolfgang, Brigitte und Philipp hörten die Schreie und handelten sofort.
Dienstag vor einer Woche wurde ein 17-jähriges Mädchen in Dornbirn auf der Höchsterstraße von einem Mann verfolgt und attackiert. Wolfgang, Brigitte und Philipp hörten die Schreie und handelten sofort. ©MiK
Dornbirn - Vergangene Woche konnte ein Mädchen in Dornbirn nur knapp vor einer Vergewaltigung gerettet werden. W&W hat mit den Helfern gesprochen und sie als Helden des Monats Oktober ausgezeichnet.

Dienstag, 21 Uhr: Das 17-jährige Mädchen läuft von der Achbrücke in Richtung Bahnhof Schoren. Sie bemerkt, dass sie ein Mann verfolgt, sie schaut zurück, er wird schneller und kommt immer näher. Durch Zufall sind Brigitte, Wolfgang, Philipp und der Hundewelpe Jack in unmittelbarer Nähe. „Auf einmal haben wir laute und panische Schreie von einem Mädchen gehört. Wir haben gesehen, wie der Mann sie an den Schultern packte und sie in die Büsche zerrte“, erzählt Brigitte (26). Philipp und Wolfgang sind gleich dem Täter hinterher. „Der Mann wollte fliehen, aber ich bin ihm nach und konnte ihn zu Boden bringen. Es kam zu einem Gerangel, er wehrte sich und meinte, dass ich ihn loslassen solle. Aber wir konnten ihn festhalten bis die Polizei ein- getroffen ist“, berichtet Philipp (31).

„Große Angst“

Ein junges Paar war außerdem bei dem Vorfall dabei und alarmierte die Einsatzkräfte. In der Zwischen- zeit kümmerte sich Brigitte um das Mädchen, das unter Schock stand. „Sie war so dankbar, das werde ich nie vergessen. Ich habe am nächsten Tag bei der Polizei mit ihr gesprochen und sie meinte, dass sie große Angst und unglaubliches Glück hatte, dass wir in der Nähe waren. Ich bin selbst Mutter und hoffe, dass meine Töchter nie in so eine Situation kommen“, erzählt die Anrainerin. Auch Brigitte ist froh, dass der Täter nun in Feldkirch in der Untersuchungshaft sitzt: „Immer wenn ich an dem Tatort vorbei komme, denke ich daran. Ich bin auch seitdem nicht mehr am Abend alleine mit unserem Hund raus gegangen. Es ist wirklich beängstigend, dass so etwas vor der eigenen Haustüre passiert.“ Helfen ist für die drei Dornbirner eine Ehrensache. „Wenn etwas passiert, hilft man. Man darf nicht wegschauen. Wir hatten auch keine Angst, dass der Mann vielleicht bewaffnet ist und wir uns in Gefahr bringen könnten“, so der 19-jährige Wolfgang.

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