Er will es noch einmal wissen

Stasiak klingt nur halb brasilianisch – ansonsten verspricht der Neuzugang der Lustenauer Austria aber ganze Sachen.

Er kommt nicht unbedingt von dort, wo es nach großem Fußball riecht: FC 08 Villingen, vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Aber dort zeigte Rodrigo Stasiak, dass er zu Höherem fähig scheint. Über 100 Tore in den letzten vier Saisonen erzielte der vorher beim FC Schaffhausen tätige Brasilianer im schönen Schwarzwald. “Und jetzt ist es Zeit, dass ich wirklich noch einmal eine echte Herausforderung annehme. Ich sehe diese bei Austria Lustenau.”

“Druck ist Motivation”

Rodrigo Stasiak kam, sah und überzeugte die Austria-Verantwortlichen. Zwar spielte er im letzten Test der GrünWeißen gegen Ahlen (1:2) nur eine Halbzeit, doch das reichte. Stasiak, der aus der südbrasilianischen Stadt Guarapuava stammt, soll das Ende der fieberhaften Suche nach einem durchschlagskräftigen Stürmer für die Kleer-Truppe verkörpern. “Ich weiß, dass der Druck auf mich groß ist”, sagt der gut deutsch sprechende Südamerikaner. “Aber Druck kannst du als Motivation sehen. Und genauso betrachte ich das.” In einer Selbstbeschreibung charakterisiert sich “Toco” (Stasiaks Spitzname) als schnörkelloser Stürmer, der den erfolgreichen Abschluss sucht. “Zaubern kann ich zwar auch, aber damit schießt man selten Tore.” Er habe, räumt Stasiak ein, in seiner Karriere vielleicht nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. “Vielleicht hätte ich bei Schaffhausen durchbeißen sollen, als ich mich gegen drei andere Ausländer hätte behaupten müssen. Aber es kam wie es kam. Jetzt will ich es noch einmal wissen.”

“Toco” will Effizienz

“Toco” ist fit. Aber ist er auch schon konditionell hundertprozentig bereit für die zweithöchste österreichische Profiliga? “Ich bin noch nicht bei hundert Prozent. Aber das wird schnell gehen”, lässt der Neue keinen Kleinmut aufkommen. Stasiak freut sich vor allem auf das Zusammenspiel mit Sidnei de Oliveira. “Wir verstehen uns jetzt schon blind. Das ist brasilianische Intuition”, grinst der neue Austria-Hoffnungsträger. Ob er schon morgen zum Auftaktspiel in Grödig zum Einsatz kommt, ist fraglich. Die Formalitäten sind noch nicht alle erledigt.

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