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"Er war ein fröhlicher, verspielter Bub"

Bregenz (VN) - Schock und Fassungslosigkeit bei den Nachbarn in Bregenz-Vorkloster. „Ich will das einfach nicht glauben“, zeigt sich die 31-jährige Yvonne Z. bestürzt. „Ich bin selber alleinerziehende Mutter von zwei Buben. Unvorstellbar, wenn es einen der beiden nicht mehr gäbe.“

Die Mutter des verstorbenen Cain und dessen sechsjährigen Bruders galt im Haus als freundliche, aber zurückgezogene Frau. „Zu mehr als einem freundlichen Hallo ist es nie gekommen“, sagt Yvonne Z. Von möglichen Misshandlungen vor der Schreckenstat war nichts bekannt. Auch nicht bei den Spielkameraden der beiden Buben. „Cain war ein so fröhlicher, freundlicher, verspielter Bub“, beschreibt der elfjährige Fabian den Knaben.

Beide Brüder hätten nie von Misshandlungen berichtet. Aufgefallen war Matteo freilich, dass die Brüder öfters geweint hatten, wenn er sie zur Aufsicht und zum Spielen von Miloslav M. abholte. „Sie weinten auch, wenn ich sie wieder zurückbrachte.“ Die beiden Buben standen häufig unter der Obhut des jetzt flüchtigen mutmaßlichen Kinderpeinigers, weil ihre Mutter im Gastgewerbe arbeitete und sich Miloslav M. als Arbeitsloser die meiste Zeit in der Wohnung aufhielt.

 

Für Aufsicht bezahlt

Matteo und auch Fabian passten regelmäßig auf Cain und seinen Bruder auf. Sie wurden dafür vom 25-jährigen Serben sogar bezahlt. „Er gab mir für die Dienste zwischen fünf und 15 Euro. Das war ein gutes Geld für mich.“ Offensichtlich wollte der nun Flüchtige viel alleine sein. „Da war öfters eine andere Frau mit ihm zusammen am Balkon zu sehen. Man konnte sie beim Knutschen beobachten“, erinnern sich Mitbewohner im Haus. Auch dass der Serbe zu Jähzorn neigte, entging einigen Hausbewohnern nicht.

„Einmal kommentierte er laut, wie er dem Cain den Hintern versohlte. Weil der in die Hose gemachte hatte“, schildert Nachbarin Brigitte Beck. Die 47-Jährige, Mutter von Fabian, gibt zu, den arbeitslosen Mitbewohner nicht gemocht zu haben. „Er wollte auch meinen Fabian für Aufsichtsdienste gewinnen. Aber ich verbot meinem Sohn, nach oben zu gehen.“ Als die Rettung am Samstagabend in ihre Wohnanlage kam, glaubten Yvonne Z. und Brigitte Beck, es habe etwas mit ihrem 94-jährigen Nachbarn zu tun. „Wir erfuhren erst später, was sich zugetragen hatte. Das alles ist nur noch schrecklich.“

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