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Equal Pay Day 2009: Ab 27. September arbeiten Frauen gratis!

ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Doris Pfeiffer bei der Verteilaktion zum Equal Pay Day in Bregenz.
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Doris Pfeiffer bei der Verteilaktion zum Equal Pay Day in Bregenz. ©ÖGB
Am 27. September endet in Österreich statistisch gesehen die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass die Einkommensdifferenz in Vorarlberg am größten ist. Die Vorarlberger ÖGB-Frauen machen mit zahlreichen Aktivitäten auf den Equal Pay Day aufmerksam.

Feldkirch (ÖGB) „Die ungerechte Bezahlung betrifft alle Frauen in Österreich. Die strukturellen Unterschiede müssen ein für alle Mal beseitigt werden. Das reicht von der Berufswahl junger Frauen, über Arbeitszeiten, Beschäftigungsverhältnissen bis zu Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen. Nur wenn wir an all diesen Schrauben zugleich drehen, wird der ‚Equal Pay Day‘ eines Tages am 31. Dezember sein“, sagt ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Doris Pfeiffer anlässlich des Equal Pay Day am kommenden Sonntag.

Durchschnittlich 26,2 Prozent verdienen Frauen in Österreich weniger als ihre männlichen Kollegen. In Arbeitstagen berechnet heißt das, dass die Arbeit von Frauen für 96 Tage quasi „unbezahlt“ bleibt.

Unterschiedliche Einkommensunterschiede in Vorarlberg am größten.

In Vorarlberg ist die Situation noch dramatischer: hier verdienen Frauen sogar 33,4 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Equal Pay Day in Vorarlberg war demnach schon am 1. September und Frauen arbeiten hier damit sogar 122 Tage gratis. Die durchschnittlichen Bruttobezüge 2007 von ganzjährig Vollzeit beschäftigten Männern betrugen in Vorarlberg 42.033 Euro, die der Frauen nur 27.986 Euro (Quelle: Statistik Austria, Statistik der Lohnsteuer 2007).

„Diese Situation ist absolut inakzeptabel“, kritisiert Doris Pfeiffer, Vorsitzende der ÖGB-Frauen in Vorarlberg. „Höchste Zeit, damit Schluss zu machen. Die ÖGB-Frauen planen daher in Vorarlberg zahlreiche Aktivitäten zum Equal Pay Day, wie öffentliche Verteilaktionen und Betriebsaktionen.

 Forderungskatalog der ÖGB-Frauen

 Um die Lohnschere zu schließen, fordern die ÖGB-Frauen: 

  • Die Einführung eines Mindestlohnes/-gehaltes von 1.300 Euro brutto monatlich, um damit der hohen Armutsgefährdung von Frauen entgegenzuwirken.

  • Einkommenstransparenz im Betrieb – erst wenn Frau weiß, was Mann verdient, kann sie ihr Einkommen überprüfen und entsprechend verhandeln.

  • Neue Formen der Arbeitsbewertung – gleichwertige Arbeit muss auch gleich entlohnt werden. In der Kollektivvertragspolitik muss ein Schwerpunkt auf diskriminierungsfreie Arbeitsbewertung gelegt werden. Tätigkeiten, die als typisch weiblich angesehen werden, wie z. B. in der Pflege oder Kinderbetreuung, müssen, gemäß ihrer außerordentlich wichtigen gesellschaftspolitischen Stellung, besser bewertet und besser bezahlt werden.

  • Einen Lohn- und Gehaltsrechner – damit Frauen wissen, was die branchenübliche Entlohnung der verschiedenen Berufe und Tätigkeiten ist.

  • ein weiterer Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und flexiblere Öffnungszeiten,

  • die bessere Bewertung der Kindererziehungszeiten,

  • eine Aufstockung der Teilzeit für Pensionszeiten.

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