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Epidemiologin Eva Schernhammer: "Steuern auf 3. Welle zu"

"Vorarlberg sei ein Umfeld, wo man eine Signalwirkung setzen kann", sagte die Expertin zu Armin Wolf
"Vorarlberg sei ein Umfeld, wo man eine Signalwirkung setzen kann", sagte die Expertin zu Armin Wolf ©ZIB2 - ORF - APA-Videos
Armin Wolf fragte Epidemiologin Eva Schernhammer, wie sie die anstehenden Öffnungsschritte in Vorarlberg bewertet. Die britische Variante sei zwar hierzulande noch nicht sehr verbreitet, komme aber in wenigen Wochen verstärkt zu uns.
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Freude, aber auch Verwunderung haben die angekündigten Lockerungen für Österreich ausgelöst. Die Epidemiologin Eva Schernhammer von der MedUni Wien war zu diesem Thema bei Armin Wolf im ZIB2-Studio zu Gast. Schernhammer war in den letzten Tagen als Expertin bei den Beratungen der Regierung vorbei. Sie selbst riet dabei von Lockerungen ab: "Wir müssen froh sein, wenn wir das behalten dürfen, was derzeit offen ist."

"Öffnungsschritte hochriskant"

Die Öffnungsschritte seien hochriskant. "Wir steuern auf eine Welle zu, die durch die britische Variante angetrieben wird. Auf der anderen Seite muss man relativieren. Es finden keine Öffnungsschritte morgen statt, sondern erst in einem Monat. Bis dahin ist Zeit zu beobachten, ob die Zielsetzungen auch halten werden können."

Österreich sei aber zum Testweltmeister geworden, was bei der Bekämpfung helfe.

Ihre Einschätzung zu den Öffnungsplänen in Vorarlberg

Armin Wolf stellte ihr im Gespräch mehrere Fragen zur Testregion Vorarlberg. Das westlichste Bundesland Österreichs darf als einziges Bundesland Österreichs bereits am 15. März Gastronomie oder Kultur wieder öffnen. Sogar Indoorveranstaltungen sollen wieder erlaubt sein.

Die britische Variante ist zwar noch nicht sehr verbreitet in Vorarlberg, kommt aber in wenigen Wochen (verstärkt) dorthin, sagen Mediziner und Schernhammer. Die Anzahl der britischen Variante an den Neuinfektionen beträgt in Vorarlberg aktuell 40 Prozent - im Vergleich zum Osten, wo es bereits 60 oder 70 Prozent aller Neuinfektionen betrifft. "Vorarlberg hat eine bessere Ausgangslage als der Rest Österreichs. Man sperrt jetzt eine Spur früher auf."

Vorarlberg sei ein Umfeld, wo man eine Signalwirkung setzen kann.

"Selbsttests als Eintrittstests - akzeptable Idee"

Landeshauptmann Markus Wallner will die Selbsttests (wie es sie an den Schulen gibt) als Eintrittstests verwenden. "Ist das realistisch", wollte Armin Wolf von Epidemiologin Eva Schernhammer wissen. "Kann man das kontrollieren, ob das überhaupt mein Test ist?" - "Ich denke, hier müssen zuverlässige Resultate abgegeben werden. Aber immer im Prinzip ist es eine massive Erleichterung, wenn man statt dem Nasen-Rachen-Test, der ja doch recht invasiv und unangenehm ist, wie wir alle wissen, zu einem Test übergehen kann, der leicht durchführbar ist. Ich halte es für eine akzeptable Idee."

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(Red.)

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