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England beendet Elfer-Fluch und steht im Viertelfinale

England darf dank Harry Kane weiterhin vom WM-Titel träumen.
England darf dank Harry Kane weiterhin vom WM-Titel träumen. ©AP
England sicherte sich nach einem hitzigen Duell mit Kolumbien durch ein 4:3 nach Elfmeterschießen das letzte Ticket für das WM-Viertelfinale. Gegner dort ist Schweiz-Bezwinger Schweden.

Nachdem bereits am Nachmittag Schweden dank eines 1:0-Sieges gegen die Schweiz den Viertelfinal-Einzug fixierte, wurde im Abendspiel zwischen England und Kolumbien der letzte WM-Viertelfinalist gesucht. Auf Seiten der Südamerikaner musste Mittelfeldstar James Rodriguez das Spiel verletzungsbedingt von der Tribüne verfolgen.

Hitziges Duell in Moskau

Im Spiel selbst übernahmen die favorisierten Engländer zu Beginn das Kommando und kamen vor allem über die Außenspieler immer wieder vor das Kolumbianische Tor. Wirklich gefährlich wurde es jedoch nur selten – die beste Chance vergab Harry Kane per Kopf. Mit Fortdauer des Spiels kamen die Südamerikaner besser in die Partie und hielten das Spiel offen, ohne selbst Chancen zu kreieren. In der 41. Minute hatte Kolumbiens Barrios dann Glück, als er nach einem leichten Kopfstoß gegen Henderson nur Gelb sah. Hier wäre durchaus auch eine Rote Karte im Bereich des Möglichen gelegen.

Elfmeter bringt England in Front

Nach der Pause dauerte es nicht lange bis zum ersten richtigen Highlight. Sanchez hielt Harry Kane bei einem Eckball deutlich zurück – der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und entschied auf Elfmeter. Englands Kapitän Kane ließ sich diese Chance nicht entgehen und sorgte mit seinem bereits sechsten WM-Treffer für die nicht unverdiente 1:0-Führung. In weiterer Folge entwickelte sich eine hitzige und zerfahrene Partie mit zahlreichen Fouls und Gelben Karten auf beiden Seiten.

Mina bringt Kolumbien spät zurück

In der 81. Minute hatten die Kolumbianer ihre bis dato beste Möglichkeit im Spiel – nach einem schweren Fehler von Abwehrspieler Walker brachte Cuadrado den Ball aber nicht im Tor unter. Bis zwei Minuten vor Ende der Nachspielzeit hatten die Engländer alles im Griff. Doch dann gelang Mina nach einem Eckball per Kopf doch noch der Ausgleich und brachte Kolumbien mit seinem bereits dritten WM-Treffer in die Verlängerung.

Hochspannung in der Verlängerung

In der ersten Halbzeit der Verlängerung hatten die Kolumbianer mehr vom Spiel – die Engländer schienen ihrerseits noch geschockt vom späten Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuseher in Moskau wieder eine offenere Partie, in der nun vor allem die Engländer wieder versuchten, ein Elfmeterschießen zu verhindern: In der 112. Minute scheiterte der eingewechselte Rose nur knapp, kurz darauf vergab Dier per Kopf die große Chance zur Führung. Am Ende musste aber das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.

England beendet den Elfmeter-Fluch

Dort verwandelten die beiden Startschützen Falcao und Kane sicher. Auch die zweiten Schützen Cuadrado und Rashford ließen den Torhütern keine Abwehrchance. Nachdem auch Muriel sicher verwandelte, scheiterte Henderson an Kolumbiens Schlussmann Ospina. Da Uribe anschließend an der Latte scheiterte, war England zurück im Spiel. Trippier verwandelte souverän zum Ausgleich. Nachdem Pickford dann den Schuss von Bacca parierte, brachte Dier England ins Viertelfinale und beendete gleichzeitig Englands Elfmeter-Fluch.

Dank des ersten Sieges Englands in einem WM-Elfmeterschießen darf das Mutterland des Fußballs also weiter vom zweiten WM-Titel träumen. Im Viertelfinale wartet Schweiz-Bezwinger Schweden.

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