Energie Master-Plan für Dornbirn

EMP – Energie-Master-Plan; hinter dieser Bezeichnung verbergen sich wichtige und wesentliche Daten sowie Informationen zur aktuellen Energiebilanz in Dornbirn

Dornbirn. Wo wird in der Stadt mit welchen Energiequellen geheizt? Wo und wie hoch ist der Strombedarf im Stadtgebiet? Aber auch das mögliche Potential an zusätzlichen Solaranlagen oder für die Erweiterung des Fernwärmenetzes sind hier ersichtlich. „Dieses Instrument wird uns dabei helfen, den Umstieg auf erneuerbare Energie effizient und zielgerichtet voranzutreiben“, berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Telesis GmbH umgesetzt und von der österreichischen Forschungsfördergesellschaft umgesetzt. „Im Energie-Master-Plan wurden verschiedene Datensätze verknüpft und zusammengeführt. Dieser Informationsschatz ist nicht nur eine wichtige Grundlage für unsere Energiestrategie, wir können anhand der Daten auch rasch und effizient Maßnahmen zur Optimierung sowie Einsparungen setzen“, ergänzt Energiestadträtin Mag. (FH) Karin Feurstein-Pichler.

Der neue Energie-Master-Plan ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt. Die Informationen, die hier gebündelt und verknüpft vorliegen, ermöglichen zielgerichtete und effiziente Maßnahmen. Beispielsweise für den weiteren Ausbau der Fernwärme: Stadtgebiete mit größerer Verbraucherdichte können so schnell identifiziert und in die Planung aufgenommen werden. „Wir sehen im EMP aber auch die Potentiale für den Ausbau der Photovoltaik und können die Bürger:innen damit noch besser informieren“, stellt Energiestadträtin Mag. (FH) Karin Feurstein-Pichler fest. Die Darstellung der verwendeten Energiequellen, des Verbrauchs und der Potentiale ist in der Tiefe sogar für einzelne Gebäude möglich und ermöglicht damit punktgenaue Maßnahmen. Die webbasierte Löung, die auf einen Blick zeigt wo diese Potentiale liegen ist bis dato österreichweit einzigartig.

Energie-Master-Plan öffentlich zugänglich

Der Energie-Master-Plan ist für die Bevölkerung öffentlich sichtbar; aus Gründen des Datenschutzes allerdings nicht bis zum letzten Detail. Alle Informationen zum Energie-Master-Plan und die Auswertung in Form eines Dashboards finden Sie auf der Homepage der Stadt Dornbirn unter: https://www.dornbirn.at/leben-in-dornbirn/umwelt/energie-master-plan. Wärmebedarf, Strombedarf, der gesamtstädtische Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen auf verschiedene Bereiche aufgeschlüsselt sind hier übersichtlich dargestellt.

„Die Verknüpfung der Daten ist ein wichtiger Schritt; jetzt geht es darum, aus den Informationen Ziele und Strategien zu entwickeln und Maßnahmen abzuleiten“, berichtet Energiestadträtin Mag. (FH) Karin Feurstein-Pichler. Gerade im Energiebereich sind Investitionen für den Ausbau von Sonnenstrom, die Fernwärme aber auch Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken wichtig. „Die aktuellen Energiepreise sind für viele Mitbürger:innen eine Herausforderung, werden aber dabei helfen, den Anteil erneuerbarer Energiequellen noch schneller zu steigern.“ Die Nachfrage nach unabhängigen und klimafreundlichen Lösungen ist derzeit besonders hoch.

Die Stadt Dornbirn treibt den Ausbau der Anwendung erneuerbarer Energie konsequent und nachhaltig voran. Auch wenn die Grabarbeiten für das Fernwärmenetz manchmal lästig erscheinen: je mehr Gebäude an die Biomasseheizwerke angeschlossen werden können, desto besser für die Umwelt. Fast 10% des Wärmebedarfs in Dornbirn werden mittlerweile über das Fernwärmenetz abgedeckt. Mit den „Dornbirner Sonnenkraftwerken“ wurde heuer ein beispielgebendes Bürger-Beteiligungsprojekt umgesetzt. „Zwei der neuen Anlagen sind bereits am Netz, eine dritte wird demnächst folgen. Insgesamt errichtet die Stadt gemeinsam mit den Dornbirner:innen sieben neue Photovoltaikanlagen“, stellt Stadträtin Karin Feurstein-Pichler fest.

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