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"Endlich gibt es in Hard freie Parkplätze" - Parksheriffs unterwegs

Parkraummanagement in Hard angelaufen – inzwischen werden Strafzettel ausgestellt.
Parkraummanagement in Hard angelaufen – inzwischen werden Strafzettel ausgestellt. ©Alfons J. Kopf
Hard - Einige Jahre lang wurde nach der besten Lösung für die Parkplatzmisere in Hard gesucht. Jetzt sind kostenpflichtige Parkräume und Kurzparkzonen eingerichtet und Falschparker müssen mit Strafen rechnen.
Die Parksheriffs in Hard
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Von: Alfons J. Kopf/VN Heimat

Die drei zuständigen Aufsichtsorgane sind vorläufig nur in Hard unterwegs. Ab 1. Juli kontrollieren sie dann auch in Lauterach, Schwarzach und Wolfurt.

Parksheriffs unterwegs

„Endlich gibt es wieder mehr freie Parkplätze im Ortszentrum.“ Diesen Satz hören die „Parksheriffs“ öfters. Seit die drei durch die BH Bregenz autorisierten Überwacher des ruhenden Verkehrs genau kontrollieren, ob Parkscheibe oder Parkschein gut sichtbar im Auto liegen, hören sie nicht nur freundliche Worte. Dabei ist das Parken während der ersten 90 Minuten gratis. Für den Einkauf oder den Besuch beim Friseur reicht das meist aus.

Noch gewöhnungsbedürftig

Das neue Reglement scheint allerdings besonders für Einheimische gewöhnungsbedürftig. Gerti Lunardon aus dem Team der Kontrollorgane: „Wenn Deutsche oder Schweizer auf einen bewirtschafteten Parkplatz fahren, schauen sie sich gleich nach dem Parkautomaten um. Viele Harder vergessen offenbar darauf.“ Dabei wurde umfassend informiert und seit Anfang Mai steckten bei Parkvergehen anstelle von Strafzetteln Informationsblätter hinter den Scheibenwischern.

BIld: Alfons J.Kopf
BIld: Alfons J.Kopf ©Bild: Alfons J.Kopf

90 Minuten gratis parken

Kontrollgang auf dem kostenpflichtigen Parkplatz bei der Volksschule Markt: In etlichen Autos liegt die richtig eingestellte Parkscheibe hinter der Frontscheibe, bei anderen das Parkticket. Findet sich nichts davon, kontrollieren die Parkraumüberwacher, ob Handyparken aktiviert ist. Auch dafür gilt das Gratisparken für 90 Minuten, abgerechnet wird erst bei längerer Parkzeit. Der Tipp der Parkraumüberwacher: „Wir raten allen Interessierten, V-parking zu nutzen. Das kostet lediglich 15 Cent statt der 25 Cent bei anderen Anbietern. Die Anmeldung findet sich unter www.v-parking.at.

Handyparken: wieder abmelden

Es ist übrigens nicht gestattet, zuerst die Parkscheibe zu hinterlegen und nach 1,5 Stunden Gratiszeit auf Handyparken umzustellen, um weitere 1,5 Stunden gratis parken zu können. Ist auch Handyparken nicht aktiviert, wird ein Organmandat ausgestellt. Wer das Handyparken nutzt, sollte auch nicht darauf vergessen, sich beim Wegfahren wieder abzumelden. Gerti Lunardon: „Ein Autolenker hat sich beklagt, weil er das vergessen hatte und ihm über 53 Euro abgebucht wurden.“ Die Kontrollen haben auch etliche längere Zeit belegte Parkplätze freigemacht. So standen etwa Bootsanhänger über zwei Parkplätze, während die Eigentümer die Freizeit auf dem See genossen. Parkplätze wurden auch durch normale Pkw-Anhänger oder Pkw ohne Nummernschild zugestellt.

Parkuhr nachstellen verboten

Bisher war das Parken am Seeufer für Strandbadgäste, Bootsfahrer und andere Besucher gratis. Inzwischen ist bereits registriert worden, dass Badegäste nach exakt 1,5 Stunden das Strandbad kurz verlassen, um die Parkscheibe umzustellen. „Das ist natürlich nicht erlaubt. Und zur Hauptbadesaison werden wir im Uferbereich natürlich ebenfalls kontrollieren.“ Hier greift dann der Fotobeweis: Die Reihe der abgestellten Fahrzeuge wird fotografiert, die Kontrolle erfolgt beispielsweise zwei Stunden später. „Steht das Auto mit nachgestellter Parkuhr noch am gleichen Platz, ist das ausreichend für einen Strafzettel.“

Fotografiert wird auch der Blick durch die Frontscheibe bei jedem Auto, für das ein Organmandat ausgestellt wird. „Das ist für uns der Beleg, dass tatsächlich kein Ticket und keine Parkscheibe vorhanden gewesen sind.“ Wenn dann der Platz hinter dem Lenkrad mit verschiedenen Papieren überfüllt ist, sind die Parksheriffs nicht verpflichtet, zu suchen, ob vielleicht auch ein aktuelles Parkticket darunter liegt. „Das muss klar und deutlich zu erkennen sein.“

Bild: Alfons J. Kopf
Bild: Alfons J. Kopf ©Bild: Alfons J. Kopf

20- oder 30-Euro-Strafe

Das übliche Parkvergehen kostet 20 Euro, zehn Euro mehr hat zu bezahlen, wer angesichts voller Parkplätze seinen Wagen etwa auf dem Rasen daneben parkt. Einen Strafzettel kann auch erhalten, wer sein Auto wie bereits seit Jahren üblich in einer schmalen Nebenstraße abstellt. Dort müssen im Gegenverkehrsbereich stets mindestens zwei Fahrstreifen für den fließenden Verkehr freibleiben. In Hard und den anderen Hofsteiggemeinden können Pendler, Anrainer usw. Dauertickets lösen. Sie gelten aber nur für einen bestimmten Bereich. Und in der großzügig bemessenen Kurzparkzone gilt sowieso: Das Parken kostet nichts, nach spätestens 1,5 Stunden allerdings muss man wegfahren.

(VN Heimat Bregenz)

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