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Emsiana: Hohenems als babylonischer Sehnsuchtsort

Eröffnungskonzert des Kammerorchesters „tonart sinfonietta“ unter der Leitung von Markus Pferscher.
Eröffnungskonzert des Kammerorchesters „tonart sinfonietta“ unter der Leitung von Markus Pferscher. ©TF/MH
Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Führungen beim viertägigen Kulturfest Emsiana
Kulturfest Emsiana bis Sonntag, 14. Mai

Hohenems. Das Programm der von 11. bis 14. Mai stattfindenden Emsiana, die sich unter dem Motto „Hohenems. Babylon“ dem zerstreuten Leben zwischen Sprachen und Zeiten widmet, bewegt sich wieder im Beziehungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart.

Dabei spüren die teilnehmenden Künstler dem Reichtum der Sprachen und dem Leben zwischen Exil und Heimat nach. „Vom Segen und Fluch der Vielsprachigkeit“ handelt die Aktualität kaum zu überbietende Festrede des deutsch-irakische Autors Najem Wali heute um 19.30 Uhr im Markus-Sittikus-Saal im Anschluss an das Eröffnungskonzert des Kammerorchesters „tonart sinfonietta“ unter der Leitung von Markus Pferscher. Anschließend finden die Vernissagen von Barbara Anna Husar, Günther Blenke, Ursula Dünser und Karin Nussbaumer, Eva Kees, Carmen Pfanner sowie Simonetta Scherling und Patrik Kopf statt.

Ausgestellt werden auch die Brunnenentwürfe, die Hubert Lampert, Roland Adlassnig, Udo Rabensteiner und Dietmar Fend für den nördlichen Eingang der Hohenemser Innenstadt gestaltet haben. Und auch heuer bietet die Emsiana ein breites Angebot an Führungen, Lesungen und Aktionen. Ob bei einer Turmführung in der Kirche St. Karl, einer Führung durch den Hohenemser Untergrund oder bei einer literarischen Stadtführung mit Hanno Loewy – Babylon ist überall Thema.

Zu den musikalischen Highlights zählen das Konzert „Lieder der Welt“ mit Bettina Wegner, Weltmusik aus Istanbul mit „Light in Babylon“, das Jazzkonzert mit dem Filippa Gojo Quartett, „ÜÜ“ mit Norbert Mayer & Alfred Vogel sowie die Muttertagsmatinée mit dem „Trio Emsiana“ Helia Samadzadeh (Gesang), Peter Madsen (Klavier) und Dietmar Kirchner (Kontrabass).Und schließlich wird der Salomon-Sulzer-Platz zum Treffpunkt der Kulturfest-Besucher, die bei der Babylonischen Antipasteria der Brüder Eugen und Günter Fulterer kulinarischen Reichtum und kulturelle Vielfalt erfahren können.

Kinderprogramm

Zwei Programmpunkte beim heurigen Kulturfestival „Emsiana“ sind speziell den kleinen Festivalbesuchern gewidmet.

So heißt es am morgigen Freitag um 16 Uhr im Salomon-Sulzer-Saal wieder „Vorhang auf! Das Spiel kann beginnen!“ Es war einmal – ein Stück Holz. So beginnt eine der berührendsten Kindergeschichten, die in der Theaterwerkstatt ab drei Jahren mit Sabine Bader behandelt wird. Pinocchio, die hölzerne Marionette, wünscht sich nichts mehr, als ein richtiger Junge zu werden. Und diese Geschichte wird nicht einfach nur nacherzählt, die kleinen Zuschauer sind auch eingeladen, auf der Bühne mitzuspielen.

Ebenfalls im Salomon-Sulzer-Saal geht am Samstag, den 13. Mai, um 15 Uhr das Kinderkonzert „Groovetrotters – die WeltenBUMMler“ über die Bühne. Die zwei Ausnahmemusiker Claudio Spieler und Johannes Bohun durchreisen Länder und Kulturen ebenso wie die vielen Stufen des Fühlens und Kennenlernens. Mit Witz und Humor entwickelt sich eine Geschichte, in deren Verlauf das Publikum mitklatschen, mitstampfen, singen und tanzen darf – und nicht zuletzt selber eine wichtige Rolle spielt.

Mit fünf Programmpunkten beteiligt sich auch das Visionscafe am heurigen Kulturfestival „Emsiana“. Unter dem Motto „fehlen Visionen ist es ein FE LER“ inszeniert der Hohenemser Künstler Günther Blenke die Mondscheingasse als Verbindung zwischen Visionscafe und Salomon-Sulzer-Platz. Seine Turm-Skulpturen beschäftigen sich mit Perspektivenwechsel, dem Mut zum Scheitern und der Bewahrung von Freiräumen. „Frauenbilder, Weibsbilder, Urbilder“ betitelt sich die Ausstellung im Visionscafe von Brigitte Meßmer, die 13 Archetypen auf Pappelholz zu einem runden Raum zusammenfügt, der betreten werden kann.

Am morgigen Freitag treffen um 21 Uhr beim Konzert „ÜÜ“ von Norbert Mayer & Alfred Vogel Bregenzerwälder Dialekt, Schriftsprache und Englisch auf Beats, Melodie und Rhythmus. Am Samstag von 14 bis 17 Uhr heißt es beim „Theater zum Leben“ mit Julia Felder „Du bist du. Ich bin ich. Wir sind viele.“ Eine verspielte Darstellung im Dialog – für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren. Vielsprachig und non-verbal, zum Zuschauen und Mitmachen. (Anmeldung: Julia Felder, Tel.: 0680 3342 991, julia.felder@inkontra.at).

Und schließlich heißt es am Samstag um 20 Uhr „Theater einmal ganz anders!“ mit der Improgruppe PAROLI, Vorarlbergs einziger Improvisationstheatergruppe. Spontan und ohne Vorbereitung setzen in die Spieler Vorgaben und Ideen aus dem Publikum um. Das Ergebnis: Horrorszenen, Liebesdramen, Lieder in exotischen Sprachen, skurrile Geschichten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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