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Emsbachinnen-Gesprächsrunde mit vier starken Frauen

Mag. Patricia Tschallener (2.v.l.) mit Karin Dreschnig, Lilith Blenk und Dr. Margit Türtscher-Drexel (v.l.)
Mag. Patricia Tschallener (2.v.l.) mit Karin Dreschnig, Lilith Blenk und Dr. Margit Türtscher-Drexel (v.l.) ©TF
 Hohenems. Die Emsbachinnen luden Ende des vergangenen Monats zu einem Abend der etwas anderen Art ins Visionscafe´.
Thema Transidentität beim Emsbachinnen-Abend von diversen Seiten beleuchtet

Dabei standen die Themen Transidentität, nicht-binäre Geschlechtsidentität, Genderfluidität, Transmann, Transfrau, ein Leben in einem Körper, der nicht zum gefühlten Geschlecht passt und vier starke Frauen, die sich in einer Gesprächsrunde über deren Erfahrungen vor und mit ca. 50 Menschen unterhalten haben, im Mittelpunkt. Dr. Margit Türtscher-Drexel erklärte als Expertin die psychologischen Hintergründe, Karin Dreschnig erzählte von ihren Erfahrungen als Mutter eines genderfluiden Kindes, Lea Hummer und Lilith Blenk gaben sehr persönliche und private Einblicke in ihren Lebenswege als Transfrauen.

„Der Name und die passenden Pronomen sind für die Identität entscheiden“, so Dr. Türtscher-Drexel. Doch wie finden Menschen, die von den Eltern einen Namen passend zum körperlichen Geschlecht bekommen haben, einen neuen Namen, der zum tatsächlichen, gefühlten Geschlecht passt? „Bei mir kam immer nur Lilith in Frage“, war dazu die Erfahrung von Lilith Blenk. Anders bei Lea Hummer: „Nachdem ich wieder einmal die verschiedenen, für mich potentiellen weiblichen Vornamen am Computer rauf und runter geschoben habe, kam meine Arbeitskollegin in den Raum und sagte: Lea. Und das war´s, da war es klar, das passte, ja, ich bin Lea!“

Auch wenn sich in den letzten Jahren für trans*-Menschen bereits einiges getan hat, sind die rechtlichen Hürden und auch gewisse Herausforderungen im Alltag leider immer noch sehr hoch. Und dennoch werden jene Menschen mehr und mehr sichtbar, was sie untereinander stützt und auch das Bewusstsein in der Bevölkerung wachsen lässt. Laut Dr. Türtscher-Drexel ist speziell an Schulen bereits viel Wissen zu diesem Themenbereich da. Das hilft Jugendlichen immens und ist ein Fortschritt.

„Und wenn wir unser Gegenüber einfach als Mensch wahrnehmen, mit seiner ganzen Vielfalt, seinen Wünschen, Bedürfnissen und seiner gefühlten Identität, dann würden wir uns einerseits wieder mehr miteinander beschäftigen und auch sehen, wie bereichernd diese Vielfalt für uns selbst sein kann“, so das Fazit der Moderatorin, Bildungsstadträtin Mag. Patricia Tschallener.

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