EMI pfeift auf Warner

Der Musikkonzern EMI gibt seine Bemühungen um die Übernahme des Wettbewerbers Warner Music endgültig auf. Seit Jahren hatten die beiden Unternehmen über eine Fusion verhandelt.

Sowohl EMI als auch Warner haben je zwei Mal versucht den jeweils anderen aufzukaufen. Alle vier Übernahme-Offerte scheiterten. Zuletzt hatte der britische Konzern EMI dem US-Konkurrenten neuerlich eine Absage erteilt.

Für beide Medienkonzerne wäre eine Fusion von Vorteil gewesen, um wieder mehr Durchsetzungsvermögen auf dem internationalen Markt zu erlangen. Besonders Warner hätte sehr davon profitieren können, wie Branchenkenner meinen. Das letzte Gebot, das EMI dem Konkurrenten machte, lag bei 4,6 Mrd. Dollar. Doch das US-Unternehmen lehnte ab. Wie das Wall Street Journal berichtet, will EMI in Kürze eine offizielle Mitteilung zu dem Ende der Fusionsverhandlungen herausgeben.

Letztlich dürfte ein jüngst veröffentlichtes EU-Gerichtsurteil, das den Zusammenschluss von Bertelsmann und Sony infrage gestellt hatte, den Ausschlag für EMIs Rückzug gegeben haben. Im Zuge des Urteils hatten die Richter die kartellrechtliche Freigabe eines weiteren Zusammenschlusses in der Branche angezweifelt, was schließlich unter den Major Labels für großes Aufsehen sorgte. Denn diese sehen zumeist gerade in Fusionen die einzige Möglichkeit, um zu überleben. Ob EMI tatsächlich und endgültig keine weiteren Gespräche mehr führen wird und ob es noch andere Gründe für das Ende der Bemühungen gegeben hat, wollte EMI Deutschland auf Nachfrage nicht kommentieren.

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