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Elmar Oberhauser zu seiner Abwahl

Schwarzach/Wien/VN - ORF- Informationsdirektor Elmar Oberhauser ist am Donnerstag vom ober­sten Auf­sichts­gremium des öffentlich- rechtlichen Senders abgewählt worden. Die Vorarlberger Nachrichten haben ihn für die Freitags-Ausgabe dazu interviewt.
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Im VN-Interview für die aktuelle Ausgabe am Freitag hat Elmar Oberhauser zu seiner Ablöse Stellung genommen.

VN: Herr Oberhauser, sind Sie überrascht darüber, dass Sie der Stiftungsrat abgewählt hat?

Elmar Oberhauser: Nein, das war zu erwarten: Rot und Grün taten sich zusammen und damit war die Sache klar. Ich sage: Ich bin stolz auf diese Abwahl. Ich habe Haltung gezeigt und bin von diesem parteipolitisch zusammengesetzten Gremium verabschiedet worden.

Sie sehen sich als Politopfer?

Oberhauser: Ich will jetzt nicht den Märtyrer spielen, aber natürlich ist das alles parteipolitisch, das ist ja logisch. Ich habe aufgezeigt, was die SPÖ da (im ORF; Anm.) aufführt und bin dafür bestraft worden. Oder sie glauben, mich bestraft zu haben.

Sie hätten die Abwahl doch noch verhindern können.

Oberhauser: Man hat verlangt, dass ich mich entschuldige. Aber wofür soll ich mich entschuldigen? Ich denke gar nicht daran, ich habe nichts verbrochen.

Offizieller Anlass für Ihre Abwahl war das E-Mail, in dem Sie sich über SPÖ-Einflussnahme bei der TV-Chefredakteursbestellung beklagt hatten. Gab es nicht schon früher Spannungen zwischen Ihnen und Wrabetz?

Oberhauser: Nein, Wrabetz hat vorhin auch im Stiftungsrat gesagt, dass wir lange intensiv und gut zusammengearbeitet haben. Und dass er sich jetzt meine Kritik nicht gefallen lässt, dass die Parteipolitik die Fäden zieht. Aber es ist so.

Ist die Parteipolitische Einflussnahme im ORF in den letzten Monaten stärker geworden?

Oberhauser: Nein, im Gegenteil. Ich bilde mir ein, das wirklich abgedreht zu haben. Die Information (das ORF-Nachrichtenressort; Anm.) ist so sauber geworden, wie sie es nie zuvor war. Aber jetzt probiert man es halt wieder. Schon vor dem Sommer habe ich der ÖVP einen Personalwunsch verwehrt. Jetzt war die SPÖ dran. Ich sage: Es kann doch nicht sein, dass die Frau Rudas (SPÖ-Geschäftsführerin) im ORF die Personalpolitik macht.

Ist es die Frau Rudas oder nicht viel eher ihr Chef, Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Faymann?

Oberhauser: Das weiß ich nicht. Im Vordergrund steht die Frau Rudas.

Wie soll es nun weitergehen?

Oberhauser: Über die Zukunft denke ich jetzt nicht nach. Lassen wir zuerst einmal ein bisschen Gras über die Sache wachsen. Dem ORF wünsche ich aber jedenfalls alles Gute.

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