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Elb-Pegel in Dresden steigt weiter

Trotz Erreichen des Scheitelpunkt-Korridors steigt die Elbe in Dresen weiter. Um 2.00 Uhr stand sie bei 9,36 Meter, teilte das Landesamt für Umwelt und Geologie am Samstag mit.

Seit Mitternacht stieg die Flut nur noch um stündlich einen Zentimeter. Der Scheitel wird in den frühen Morgenstunden erwartet.

Der prognostizierte Höchststand liegt nicht mehr zwischen 9,50 und 9,60 Meter, sondern zwischen 9,35 und 9,45 Meter. Schon jetzt haben die Behörden mit dem Wert von 9,36 Metern den höchsten Stand seit der „sächsischen Sintflut“ von 1845 registriert. Normalerweise ist sie dort zwei Meter hoch.

Im Hochwasser-Katastrophengebiet Bitterfeld ist die Evakuierung der Einwohner in der Nacht zum Samstag fortgesetzt worden. Es fließe immer noch Wasser in den direkt angrenzenden Goitzschesee, erklärte Katastrophenstabssprecher Uwe Hippen gegen 01.00 Uhr. Den Helfern sei es jedoch gelungen, zu der Dammbruchstelle zwischen der Mulde und dem See vorzudringen. Jetzt werde versucht, den Bruch zu schließen. Dazu seien Hubschrauber angefordert worden.

Nördlich von Bitterfeld wolle man einen Deich durchstechen, um Wasser in das alte Muldebett abfließen zu lassen. Beide Maßnahmen sollten dazu dienen, den Goitzschesee zu entlasten, sagte Hippen. In den frühen Morgenstunden wolle man außerdem versuchen, vom Goitzschesee einen Durchbruch in das so genannte Rösa-Restloch, einem alten Tagebaustollen südlich von Bitterfeld, zu stechen. Damit solle der See weiter entlastet werden.

Die Flutkatastrophe erfasste immer weitere Landstriche. In Bitterfeld in Sachsen-Anhalt begannen Helfer mit der Evakuierung von Teilen der rund 16.000 Einwohner zählenden Stadt. Ein Notdeich drohte zu Mittag zu brechen.

Auch Magdeburg und andere Städte rüsteten sich mit Hochdruck gegen die nahenden Fluten. In Sachsen wurden Massenevakuierungen für Pirna und Heidenau vorbereitet. Rund 30.000 Menschen wären betroffen. Im Landkreis Riesa-Großenhain wurden sogar Zwangsevakuierungen angeordnet.

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