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Einsatzbereit seit 100 Jahren

100 Jahre alt: Meiningen
100 Jahre alt: Meiningen ©Marianne Benzer/OF Meinigen
Meininger Ortfeuerwehr feiert runden Geburtstag - Neues Katastrophenschutzlager
100 Jahre OF Meiningen - Neues Katastrophenschutzlager

Meiningen. Wenn es auch bereits Mitte des 18.Jahrunderts Bestrebungen hinsichtlich einer organisierten Feuerbekämpfung für die Gemeinde Meiningen gab, datiert das offizielle Gründungsdatum letztlich auf den 19.März 1919. Voraus ging ein großer Brand ein Jahr davor, welcher schlussendlich den Feuerwehrfunken endgültig zündete. 17 Gründungsmitglieder sind namentlich bekannt, allen voran der erste Kommandant Adlerwirt Josef Güfel. Belegt aus dieser Zeit ist auch ein Brandfall, welcher aufgrund von Wassermangels mittels Jauche bekämpft wurde – ein aus heutiger Sicht geradezu bizarr wirkender Einsatz. Was heute in vorbildlicher Weise im überkommunalen Bereich funktioniert, nämlich die gegenseitige Hilfe der benachbarten Wehren im Ernstfall, war in Gründungsjahren ebenfalls gang und gäbe und dies sogar grenzüberschreitend mit dem Schweizer Oberriet.

Stand vor hundert Jahren natürlich die Brandbekämpfung an erster Stelle der Aufgaben der Meininger Wehr, hatte und hat ein weiterer Aspekt schon aus rein geographischer Sicht einen großen Stellenwert. Die Gemeinde Meiningen als direkter Nachbar zu Rhein, Ill und Frutz, sowie dem Ehbach mitten im Dorf mussten sich stets auch mit den Gefahren eines Hochwassers beschäftigen. Diesbezüglich wurde besonders in den vergangenen Jahren große Anstrengungen getroffen die Sicherheit der Bevölkerung entsprechend zu verbessern. Das kürzlich errichtete Katastrophenschutzlager ist das aktuell letzte umgesetzte Projekt.

Werner Rettenberger, seit 28 Jahren aktives Mitglied der Ortsfeuerwehr und seit 2016 Kommandant ist auf jeden Fall äußerst stolz auf seine 35 Aktive und 2 Ehrenmitglieder umfassende Mannschaft und empfindet es auch als Ehre 100 Jahre nach Gründung, im Sinne der Vorfahren, dieses Jubiläum als Kommandant zu begehen. Gleichzeitig macht er sich aber doch Gedanken um die Zukunft des Ehrenamts, um die Truppe weiter zu verstärken würde man sich in Meiningen auch jederzeit über Quereinsteiger freuen. Keine Sorgen hat aber der Nachwuchs, die Jugendfeuerwehr besteht ebenfalls bereits seit 20 Jahren und umfasst aktuell 15 voll motivierte Jungfeuerwehrleute im Alter von 12 bis 15 Jahren. Diese werden aktiv, aber auch bewusst sanft ausgebildet und so an den Aktivstand herangeführt.

Zuerst wird in Meiningen am kommenden Wochenende aber gefeiert. Den Auftakt machen am Samstag ab 18 Uhr im Festzelt die Partyjäger. Der Sonntag startet mit einer Festmesse um 9 Uhr, ehe ab 10 Uhr die Harmoniemusik Meiningen zum Frühschoppen aufspielt. CEG

Zitate:

Laurin Kofler (12) Jungfeuerwehrmann: Ich empfinde es als wichtige Aufgabe Menschen zu helfen, die in Not geraten sind. In unserem tollen Team steht Hilfsbereitschaft an erster Stelle

Martin Blank (26) Gruppenkommandant: Begonnen habe ich bei der Jungfeuerwehr, seit 10 Jahren bin ich aktiver Feuerwehrmann. Neben der Herausforderungen bei Einsätzen kommt auch die Kameradschaft nie zu kurz.

Sandra Hartmann (19) Feuerwehrfrau: Seit längerem habe ich mit dem Gedanken gespielt zur Feuerwehr zu gehen, nun bin ich seit März mit dabei. Die Ausbildung ist herausfordernd, aber auch interessant und macht viel Spaß.

 

Katastrophenvorsorge für die Region

Neues Einsatzzentrum für den Ernstfall

Meiningen. Durch die exponierte Lage direkt am Rhein, ist die Gemeinde Meiningen seit Jahren aktiv in der Vorsorge für etwaige Hochwasserszenarien. Da auch die beste Prävention eine Katastrophe nicht immer verhindern können, wurde nun in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband ein neues Katastrophenschutzlager, direkt gegenüber dem bestehenden Feuerwehrhaus errichtet. Im Ernstfall wird das Gebäude als behördliche Einsatzleitung dienen und bietet zudem Platz für entsprechende Ausrüstung. Neben einem Stromaggregat zur Aufrechterhaltung einer Einsatzleitung auch bei Stromausfällen, sind unter anderem fixfertige Sandsäcke, Pumpen, passende Armaturen, Ölsperren und Bindemittel, Feldbetten, Stromkabel und zahlreiche andere Einsatzmaterialen eingelagert. Errichtet wurde das neue Gebäude bewusst kostensparend in Containerbauweise, diese kommen gebraucht aus der Gemeinde Weiler, wo sie als Kindergartenprovisorium gedient haben. Die Gesamtkosten für den Bau und die neu angeschaffte Ausrüstung belaufen sich auf insgesamt 270.000 Euro, wovon rund 110.000 Euro vom Land Vorarlberg gefördert werden, den Rest der Kosten tragen Gemeinde und Feuerwehrverband. Neben der wichtigen Hochwasserpräventionsmaßnahme auch quasi ein passendendes „Geschenk“ für die Ortsfeuerwehr zum einhundertjährigen Bestehen. CEG

 

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